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Russland und die Ukraine haben sich bei den Gesprächen in Istanbul nach Angaben des russischen Verhandlungsführers auf einen weiteren Gefangenen-Austausch geeinigt. Beide Seiten wollten jeweils 1200 Kriegsgefangene übergeben, sagte Wladimir Medinski am Mittwoch.
Die Positionen der Kriegsparteien zur Beendigung der Kämpfe seien weiterhin „sehr weit“ voneinander entfernt, fügte der Leiter der russischen Delegation hinzu.
Eine Bestätigung der Ukraine über die Einigung stand zunächst noch aus.
Das Treffen im Istanbuler Ciragan-Palast war nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass nach weniger als einer Stunde beendet. Die Erwartungen waren gering. Einen Durchbruch für eine Friedenslösung hatten beide Kriegsparteien als unwahrscheinlich bezeichnet.
Die Ukraine wollte bei dem Mini-Gipfel in Istanbul auch auf ein direktes Treffen zwischen ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) und Kreml-Diktator Wladimir Putin (72) drängen. Dieses könnte etwa im August stattfinden. Die Russen wiegelten jedoch ab: Ein solches Spitzen-Treffen sei ohne vorherige Friedensvereinbarung nicht möglich, sagte Medinski am Mittwochabend.
Gleichwohl wurden an der Grenze zu Belarus Tatsachen geschaffen: Am Mittwoch tauschten Russland und die Ukraine dort jeweils 250 Gefangene aus. Dies war bereits in der Vergangenheit vereinbart worden.
„Schwerkranke und schwer verletzte Verteidiger kehren nach Hause zurück“, schrieb Selenskyj am Abend auf X. Viele von ihnen hätten mehr als drei Jahre in russischer Gefangenschaft verbracht. „Die heute zurückgekehrten Kämpfer haben die Ukraine in verschiedenen Frontrichtungen verteidigt.“
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