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Schock-Prognose: Weltbank-Präsident warnt vor 800 Mio. Flüchtlingen | Politik

Schock-Prognose: Weltbank-Präsident warnt vor 800 Mio. Flüchtlingen | Politik
Okundu
07 Ekim 2024 - 20:58

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Düstere Prognosen zum Thema Flucht und Migration: Nicht nur wegen Krieg und Krisen machen sich Menschen auf den Weg – sondern auch, weil sie abgehängt sind und keine Perspektive haben!

Auf der „Hamburg Sustainability Conference“, organisiert von den Vereinten Nationen und dem Bund, geht es um technologische Entwicklungen und gerechte Aufteilung von Ressourcen und Wohlstand.

Doch hochrangige Teilnehmer sind sich einig: Wenn die Welt weiter so wirtschaftet, erleben wir in 15 Jahren Fluchtbewegungen Richtung Europa, wie wir sie noch nie hatten – auch Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) warb in diesem Sinne für eine Beteiligung des „Globalen Südens“ am Wachstum.

Weltbank-Präsident: 800 Millionen Menschen ohne Perspektive

Weltbank-Präsident Ajay Banga (64) zeichnete eine schockierende Perspektive. „In den aufstrebenden Schwellenländern des Globalen Südens werden innerhalb der nächsten 15 Jahre 1,2 Milliarden junge Menschen einen Job suchen. Doch in diesen Ländern gibt es nur rund 400 Millionen Jobs.“ Bedeutet: 800 Millionen junge Menschen ohne Arbeit, ohne Perspektive.

Weltbank-Präsident Ajay Banga (64) mit Bundeskanzler Olaf Scholz (66) im Hamburger Rathaus

Weltbank-Präsident Ajay Banga (64) mit Bundeskanzler Olaf Scholz (66) im Hamburger Rathaus

Foto: MARCUS BRANDT/AFP

Weitere Fluchtbewegungen und Migration in den Norden wären die Folge. „Angesichts dieser Entwicklungen erscheinen unsere heutigen Probleme leicht lösbar“, so der indisch-amerikanische Finanz-Manager.

Die Tatsache, dass in Afrika 600 Millionen Menschen ohne Zugang zu Strom sind und das nicht ewig akzeptieren würden, sei da noch gar nicht mit eingerechnet, so Banga.

Premier von Barbados warnt vor steigenden Flucht-Zahlen

Mia Mottley (59), Premierministerin von Barbados, warb für ein neues globales Finanzsystem – mit dem Ziel, abgehängte und verschuldete Staaten zu stützen. Und das aus eigenem Interesse, denn ansonsten „könnte die Migration von dort zunehmen, was dann zu einem weiteren Problem führt, wie wir es hier in Europa schon sehen.“

Weiter: „Was müssen wir tun, um sicherzustellen, dass die Länder ihren Bürgern ermöglichen, zu essen, eine Unterkunft zu finden und Bildung zu erhalten?“ Ohne ein grundlegendes Umdenken werden wir in Schwierigkeiten geraten, so die Politikerin.

Treffen im Großen Festsaal im Hamburger Rathaus! Bürgermeister Peter Tschentscher (58) bei der Eröffnung

Großer Festsaal im Hamburger Rathaus! Bürgermeister Peter Tschentscher (58, SPD) bei der Eröffnung der „Hamburg Sustainability Conference“

Foto: IMAGO/HSC

Kanzler Scholz: Afrikaner wollen den selben Standard wie wir

Auch Bundeskanzler Scholz mahnte, dass der Globale Süden an Wohlstand und Entwicklung beteiligt werden müsse. „Wir können nicht festlegen, dass es in Afrika, Südamerika und Asien weniger Autos geben soll, als wir heute in Nordamerika oder Europa haben. Sie wollen dieselben Lebensstandards haben, wie wir sie haben.“

Die größte Aufgabe sei „Technologien zu entwickeln, die Wachstum auf der ganzen Welt möglich machen, ohne der Umwelt zu schaden.“

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