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Deutschland diskutiert über den neuen Wehrpflicht-Plan von Verteidigungsminister Boris Pistorius (64, SPD). Sein Ziel: nicht die schlechtesten, sondern die „fittesten und motiviertesten“ sollen zum Bund. Sein Vorbild: die Schweden.
Erst im März war Pistorius nach Skandinavien gereist – und ließ sich dort persönlich vom schwedischen Wehrdienst-Modell überzeugen.
BILD erklärt, warum der Militärdienst unter jungen Schweden heiß begehrt ist und regelrechte Konkurrenzkämpfe auslöst.
► In Schweden gilt bereits seit 2017, was Pistorius ähnlich auch in Deutschland gerne hätte: ALLE jungen Männer UND Frauen ab 18 müssen sich zum Militärdienst melden. Heißt konkret: Sie müssen einen Online-Fragebogen ausfüllen. Für Runde Zwei allerdings laden die Streitkräfte nur 20 Prozent ein.
▶︎ Dort warten IQ-Tests, Fitness-Übungen, psychologische und körperliche Untersuchungen. Wer Allergien, Asthma oder Ekzeme hat, hat von vornherein schlechte Karten. Am Ende schaffen es nur die Allerbesten. 100 000 Männer und Frauen hatten sich im vergangenen Jahr beworben: NUR 6200 nahm das Militär!
Schweden-Wehrdienst als Karriere-Sprungbrett
Viele junge Schweden bereiten sich monatelang auf das harte Auswahlverfahren vor. Denn nach dem Schweden-Wehrdienst warten Top-Jobs, auch im Ausland. Viele zivile Arbeitgeber, z.B. große Tech-Konzerne, umgarnen Ex-Wehrpflichtige, wissend um die exzellente Ausbildung beim Militär. In manchen Job-Ausschreibungen werden sogar ausdrücklich junge Menschen gesucht, die gedient haben.
Nur knapp 10 Prozent werden für den Wehrdienst genommen
► Weiterer Punkt: die Armee genießt in Schweden großes Ansehen. Wer dient, wird bewundert, nicht schief angeschaut. Das „Wall Street Journal“ zitiert eine 19-jährige schwedische Rekrutin: „Es ist ein Privileg. Ich wollte schon immer Teil davon sein. Wenn jemand sagt, dass er beim Militär ist, schaut man zu ihm hoch.“
Der Militärdienst dauert je nach Aufgabe bis zu 15 Monate. Danach geht es für die Wehrpflichtigen zehn Jahre oder bis sie 47 Jahre alt sind zur Reserve.
Die Schweden-Streitkräfte kommen heute auf 66 000 Soldaten, 12 000 davon Reservisten, über 20 000 Heimatschützer. Bis 2030 sollen es insgesamt 100 000 sein. Um das Ziel zu erreichen, gibt es im Land auch Diskussionen, junge Leute zum Waffen-Dienst zu zwingen.
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Apsny News


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