Skandal im Landtag: Hakenkreuz-Sozi will für Fledermäuse Mandat behalten | Politik

31.07.2025 - Perşembe 01:48

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Mannheim – In einer geheimen Abstimmung schmierte er ein Hakenkreuz hinter den Namen eines AfD-Abgeordneten – und behielt sein Mandat! Jetzt erklärt Daniel Born (SPD), wie er seine politische Zukunft sieht.

Kurz vor den sitzungsfreien Wochen produzierte er im Landtag von Baden-Württemberg einen handfesten Skandal. Nachdem er gestand, das verbotene Nazi-Symbol verwendet zu haben, gab es schnell Rücktrittsforderungen von allen Seiten.

Auch aus seiner eigenen Partei: „Wir sind überzeugt, dass die vollständige politische Konsequenz aus der aktuellen Situation nur mit der Niederlegung des Landtagsmandats erreicht ist“, erklärte die Co-Vorsitzende von Borns Heimat-Kreisverband Rhein-Neckar, Xenia Rösch.

Doch Born denkt gar nicht daran!

Zwergfledermaus an einem Baumstamm:

Zwergfledermaus an einem Baumstamm: Für ihren Schutz möchte Daniel Born jetzt politisch kämpfen

Foto: imagebroker/imago images<!-->

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Abgeordneter sorgt sich um die Natur

Ausgerechnet dort, von wo ihn die Rücktrittsforderung erreichte, hat der Ex-Landtagsvize (sein Amt gab er als Konsequenz des Skandals auf) noch große Pläne.

▶︎ Wie er gegenüber BILD verriet, möchte sich Born bis Mitte 2026 (dann endet sein Mandat) besonders für das Naturschutzgebiet Entenpfuhl in seinem Landtagswahlkreis Schwetzingen einsetzen: „Dort sollen 42 Hektar Wald abgeholzt werden. Das möchte ich verhindern, denn der Wald ist wichtig für den Lärm- und Wasserschutz und es leben Fledermäuse dort.“

Heißt: Der Hakenkreuz-Sozi wird jetzt zum 9322 Euro teuren (so viel kostet ein Landtagsabgeordneter den Steuerzahler monatlich) Fledermaus-Retter!

[-->„Gut zu Ende bringen“ möchte Born außerdem seinen Einsatz gegen Baumfällungen auf einer Rheininsel und die Rettung der bedrohten Notfallpraxis in Schwetzingen. Dafür erhalte er viel Zuspruch auf der Straße, so der Abgeordnete.

Dass er vom eigenen Kreisvorstand und den zuständigen Gremien als Belastung für den kommenden Wahlkampf (Baden-Württemberg wählt im März 2026 einen neuen Landtag) gesehen wurde? „Ich bin dankbar dafür, dass mir das so ehrlich gesagt wurde.“

Genau deshalb habe er sich von der Landesliste für die kommende Wahl zurückgezogen. Das Mandat sei ihm aber von den Bürgern und nicht von der Partei übertragen worden. Tatsächlich ging das Direktmandat in Schwetzingen an Andre Baumann (52) von den Grünen. Born zog über die SPD-Landesliste in den Landtag ein.

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