Söder knallhart: Wer Kalifat will, soll Staatsbürgerschaft verlieren | Politik

13.05.2024 - Pazartesi 16:18

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Knallharte Ansage an Islamisten: „Wer ein Kalifat schaffen will, kann das überall tun, aber nicht in Deutschland.“ CSU-Chef Markus Söder (57) droht den radikalen Demonstranten von Hamburg.

Söder ist wieder da, wo jeder CSU-Vorsitzende Erfolg haben muss: ins Bierzelt. „Das ist immer eine Standortbestimmung“, sagt er. Und es ist die beste Image-Pflege bei den Anhängern.

Voriges Jahr trat der CSU-Chef innerhalb von sechs Monaten in 110 Bierzelten auf. Jetzt läuft er sich für den neuen Sommer warm.

Eine seiner ersten Stationen: Trudering, ein Stadtteil von München. Seit Söder Ministerpräsident ist, hat er mit Ausnahme von zwei Corona-Jahren jedes Mal dort gesprochen.

Er liebt den Termin. Die Münchner und die CSU lieben ihn genauso. Das Zelt ist voll und dampfig, obwohl zur gleichen Zeit am Sonntagabend der FC Bayern spielt (2:0 gegen Wolfsburg). „Manche Leute fragen, warum ich nicht lieber in einem Hinterzimmer der Staatskanzlei Entscheidungen treffe“, meint Söder spöttisch und macht in vollem Bierzelt-Tonfall weiter: „Hier in Trudering steckt mehr Verstand, als im ganzen Berliner Regierungsviertel!“

Sichtlich beeindruckt zeigte sich Söder von der zweiten Islamisten-Demonstration in Hamburg vom Samstag. 2300 Teilnehmer waren nach einem Aufruf der Gruppe „Muslim interaktiv“ erneut durch die Stadt gezogen. Vor zwei Wochen war bei einer Kundgebung desselben Vereins ein Kalifat in Deutschland gefordert worden. „Ich weiß auch nicht, warum die das immer wieder genehmigen“, regte sich Söder über die Hamburger Behörden auf.

Islamisten am Samstag in Hamburg. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift „Verboten“, weil die Stadt offene Forderungen nach einem Kalifat untersagt hatte

Islamisten am Samstag in Hamburg. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift „Verboten“, weil die Stadt offene Forderungen nach einem Kalifat untersagt hatte

Foto: Gregor Fischer/dpa<!-->

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Er forderte: „Wer ein Kalifat will, soll die doppelte Staatsbürgerschaft verlieren!“ Er bezog sich darauf, dass viele radikale Islamisten neben der Staatsbürgerschaft ihres Herkunftslandes auch die deutsche besitzen.

Und er warnt, solche Rufe als „Ein Kalifat ist keine religiöse Idee, es ist eine tief politische.“ Es bedeute: „Wir wollen die Demokratie abschaffen.“

[-->Vor einem halben Jahr hatte der CSU-Chef schon einmal gefordert, die Staatsbürgerschaft für Kalifat-Anhänger zu widerrufen. Seither hatte er sich allerdings zurückgehalten, auch vor zwei Wochen nach der ersten Islamisten-Demonstration in Hamburg, wollte er zunächst nur ein Verbot des Vereins „Muslim aktiv“.

Worüber Söder am Sonntagabend schwieg – auffallend schwieg: Die Schwesterpartei CDU, ihr Vorsitzender Friedrich Merz und die Frage der Kanzlerkandidatur kamen in seiner Rede nicht vor.

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