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Sonntagstrend: Grüne legen nach Baerbock-Verzicht zu | Politik
13.07.2024 - Cumartesi 19:46
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Mit ihrem bei CNN verkündeten Verzicht auf die Kanzlerkandidatur 2025 hat Annalena Baerbock (43, Grüne) am Mittwoch für Aufsehen gesorgt. Nun zeigt die erste INSA-Umfrage nach ihrem Auftritt: Die Grünen steigen in der Wählergunst!
Der INSA-Meinungstrend für BILD ergibt: In der Sonntagsfrage legen die Grünen einen Punkt auf zwölf Prozent zu, können als einzige Partei einen Zugewinn verbuchen.
Ist das schon der Baerbock-Effekt? INSA-Chef Hermann Binkert (59) meint, Baerbocks Verzicht hilft den Grünen tatsächlich!
„Schädlicher Machtkampf ist abgewendet“
Binkert zu BILD: „Das Tauziehen der Grünen um die Kanzlerkandidatur ist geklärt. Das schafft Vertrauen bei den Wählern. Robert Habeck kann nun die Spitzenkandidatur offen anstreben, ein schädlicher Machtkampf ist abgewendet.“
Ansonsten gibt es in der Sonntagsfrage praktisch keine Bewegung:
▶︎ CDU/CSU erreichen unverändert 30 Prozent, die AfD liegt weiter bei 18 Prozent.
▶︎ Die SPD liegt hingegen weiter bei nur 15 Prozentpunkten, die FDP würde mit fünf Prozent gerade so den Wiedereinzug in den Bundestag schaffen.
▶︎ Die Linke hätte mit nur zwei Prozent weiterhin keine Chancen auf einen Wiedereinzug in Parlament. Mehr als viermal so stark hingegen: das Bündnis Sahra Wagenknecht mit neun Prozent.
Heißt: Mit 32 Prozent ist die Ampel-Koalition denkbar weit entfernt von einer Neuauflage. Nötig für eine parlamentarische Mehrheit wären 45 Prozent.
Denkbar wäre somit ein schwarz-rotes Bündnis aus Union und SPD (zusammen 45 Prozent). Für eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP mit zusammen 47 Prozent würde es ebenfalls reichen.
Der Einzug ins Kanzleramt scheint für die Grünen mit ihren aktuell zwölf Prozentpunkten zwar fast unmöglich. Dennoch spannend: Bei der Frage, wen die Deutschen (theoretisch) direkt zum Kanzler wählen würden, liegt Wirtschaftsminister Robert Habeck (54) mit Amtsinhaber Olaf Scholz (66, SPD) beinahe gleichauf!
Der Sozialdemokrat erreicht mit nur 17 Prozentpunkten allerdings ein für einen Amtsinhaber außerordentlich schlechtes Ergebnis. Habeck ist mit 16 Punkten in Schlagdistanz. Diese Werte halten die beiden unabhängig davon, wen die Union als Kanzlerkandidaten aufstellt.
Hier zeigt sich allerdings: CSU-Chef Markus Söder (57) erhält mit 37 Punkten deutlich mehr Zuspruch als CDU-Chef Friedrich Merz (68), bei dem sich 31 Prozent der befragten Deutschen vorstellen könnten, ihn zum Kanzler zu wählen.
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