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Jetzt spricht SPD-Europapolitiker Matthias Ecke (41) ausführlich – erstmals nach dem feigen Angriff auf ihn beim Wahlplakate-Kleben.
Vergangene Woche attackierte ihn eine Gruppe junger Männer, seine Verletzungen im Gesicht waren so schwer, dass er im Krankenhaus operiert werden musste.
Im gemeinsamen Gespräch mit der „Freien Presse“, „Leipziger Volkszeitung“ und „Sächsischen Zeitung“ schildert er den Angriff.
Ecke: „Ich war mit einem Mitstreiter gemeinsam gegen 22.30 Uhr unterwegs. Wir haben Plakate im Dresdner Stadtteil Striesen aufgehängt. (…) Dann bin ich vollkommen unvermittelt angegriffen worden. Es gab kein Wortgefecht oder eine Provokation im Vorfeld. Der Angriff war eine Sache von wenigen Sekunden: Aus einer Gruppe von vier jungen Männern heraus wurde ich zuerst angesprochen und dann sofort niedergeschlagen. Dann waren sie weg.“ Eine Sekunde vor der Attacke habe er erst realisiert, „dass jetzt ein Angriff droht“.
Einschüchtern lassen will sich Ecke von der Attacke nicht – auch wenn er immer noch unter Schmerzen wegen der Knochenbrüche im Gesicht leidet. „Ich werde mich von dem Angriff nicht mundtot machen lassen.“ Wenn es seine Gesundheit zulasse, will er ab nächster Woche Wahlkampftermine wahrnehmen.
Schon vor der Attacke hatte Ecke den Wahlkampf „intensiver und bedrohlicher“ wahrgenommen. „Da haben Leute das gesellschaftliche Klima, das immer rauer wird, zum Anlass für Selbstjustiz genommen.“ Ecke weiter: „Es gab auch vorher schon Angriffe, Beleidigungen und Provokationen. Das ist – zumal in Sachsen – nicht neu. Dieses Ausmaß an Verrohung hat es dennoch nicht gegeben.“
Beamte einer Spezialeinheit des LKA Sachsen bei einer Durchsuchung im Zusammenhang mit der Attacke auf Ecke
Ein mutmaßlicher Täter, Quentin J. (17), gehört der rechtsextremen Gruppe „Elblandrevolte“ an. Der Angriff von Rechtsextremen erinnert Ecke an dunkle Zeiten – die 1990er-Jahre: „Auch damals gab es Angsträume, die von Neonazis geschaffen wurden. Auch alte Bekannte von damals und Parteifreunde haben das ähnlich empfunden.“ Damals habe es „heftige Übergriffe gegeben“.
Ecke empfiehlt den Wahlkämpfern heute, „sich möglichst in der Gruppe und möglichst tagsüber zu treffen“.
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Apsny News


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