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Berlin – Laut Polizei versammelten sich gerade einmal 25 Menschen, doch sie waren so laut, dass das ARD-Sommerinterview mit Alice Weidel (46) in ohrenbetäubendem Lärm unterging. Wie haben die das geschafft?
Das Krach-Geheimnis parkte ein paar Meter von den Demonstranten (einige trugen T-Shirts von „Omas gegen Rechts“, andere hielten das Transparent „FCK AfD“) entfernt: ein Omnibus, der Gefangenentransportern der Polizei ähnelt. Auf dem Dach waren Lautsprecher befestigt – und eine Leucht-Anzeige. An der Seite die Aufschrift: „Adenauer SRP+“.
Das Geheimnis des Lärms beim Weidel-Interview: ein von Aktivisten geparkter Bus mit Lautsprechern
Der Bus war im Februar nach einem Demonstrations-Einsatz von der Polizei kontrolliert und wegen technischer Mängel mit Auflagen belegt worden. Die Gruppe selbst beschreibt ihn als „nichts weniger als die lauteste und sichtbarste Kampfansage der Zivilgesellschaft an die AfD“.
Ein Sprecher der Berliner Polizei bestätigte, es sei ein lautes Lied „mit den technischen Einrichtungen des sogenannten Adenauerbusses“ abgespielt worden. Betreiber des Lautsprecher-Busses ist das Zentrum für politische Schönheit – ein Künstler-Kollektiv, das 2008 von Philipp Ruch (44) gegründet wurde. Ziele: Aktionen gegen rechte oder vermeintlich rechte Politik oder Politiker.
Bus ist schon polizeibekannt
Der Name des Liedes: „Scheiß AfD Jodler“ vom Corner Chor aus Augsburg. Die Stadt hatte den Chor erst im vergangenen Jahr mit dem Augsburger Pop-Preis ausgezeichnet – seine Performances seien „bunt, und die Message ist klar und deutlich: für Vielfalt, für soziale Gerechtigkeit“, heißt es auf der
Eine Handvoll Demonstranten stand vor der Terrasse des Abgeordnetenhauses. Sie protestierten gegen das Interview mit Alice Weidel
Bei X schrieb die Gruppe über die Weidel-Aktion: „TV-Tipp: Schaut Euch heute UNBEDINGT das Sommerinterview mit Alice Weidel in der ARD ab 18 Uhr an! Mit dabei: Der Adenauer SRP+“. Es handele sich um das „beste Sommerinterview, das die ARD je mit Faschisten geführt hat“. Die Ausstrahlung des Gesprächs war für 18 Uhr im Ersten geplant, es wurde aber zuvor live im Internet übertragen.
Hatte Probleme, ihr eigenes Wort zu verstehen: Alice Weidel (46) beim Sommer-Interview der ARD
Im Jahr 2017 setzten sie dem Thüringer AfD-Rechtsaußen Björn Höcke (53) ein nachgebautes Holocaust-Mahnmal direkt vor die Haustür. Zuletzt entfalteten die Aktivisten am 15. Februar, wenige Wochen vor der Bundestagswahl, am Maxim-Gorki-Theater in Berlin ein Transparent, das Weidel und CDU-Chef Friedrich Merz (69) in einem Bruderkuss zeigte.
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