Syrien: Diktator Assad verdiente mit Drogen für Deutschland Milliarden | Politik

13.12.2024 - Cuma 09:20

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Der lange Drogen-Arm von Syrien-Schlächter Baschar al-Assad (59) reicht bis nach Deutschland. Das geht aus dem „Reitoxbericht“ der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hervor.

„Im Gegensatz zum Jahr 2022 erfolgten im Jahr 2023 wieder Sicherstellungen von amphetaminhaltigen Captagontabletten in Höhe von insgesamt ca. 3,6 Mio. Stück“, heißt es im Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.

In die herkömmlich aus Syrien kommenden Pillen ist ein Halbmond eingraviert

In die herkömmlich aus Syrien kommenden Pillen ist ein Halbmond eingraviert

Foto: BKA Forensic Science Institute

Das Aufputschmittel wird hauptsächlich in Syrien hergestellt. Baschar al-Assads Bruder Maher kontrollierte die Herstellung, die Droge war eine „finanzielle Lebensader“ für das Assad-Regime, von dem der innere Zirkel der Machthaber und ihrer Milizen profitierten.

Drogenhandel brachte Assad Milliarden ein

Allein in Essen (NRW) beschlagnahmte der Zoll vor knapp einem Jahr mehr als 400 Kilogramm Captagon-Tabletten – bei einem syrischen Schmugglerring. Die britische Regierung bezifferte den Umfang des weltweiten Captagon-Handels 2023 auf 54 Milliarden Euro.

Drogen-Säcke mit Captagon-Pillen, die das Zollamt unter anderem in Essen beschlagnahmte

Drogen-Säcke mit Captagon-Pillen, die das Zollamt unter anderem in Essen beschlagnahmte

Foto: Zollfahndungsamt Essen

► Syrien-Experte Tobias Schneider zu BILD: „Das Assad-Regime hat in den letzten Jahren Überbleibsel seiner pharmazeutischen und chemischen Industrie zur Produktion von Captagon umgebaut. Schätzungsweise 80 Prozent der weltweiten Produktion kamen aus Syrien und brachten dem Regime jedes Jahr Milliarden ein.“

► Das BKA bestätigt in einem Bericht: Captagon-Tabletten werden hauptsächlich im „Nahen Osten“ produziert. Und: „Syrische und libanesische Staatsangehörige“ seien „häufig in viele der großen Fälle und Ermittlungen verwickelt“.

Unter anderem in dieser Fabrik nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus fanden Rebellen etliche hundert Sandsäcke gefüllt mit der Aufputschdroge

Unter anderem in dieser Fabrik nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus fanden Rebellen etliche hundert Sandsäcke gefüllt mit der Aufputschdroge

Foto: Google/maps

Kommen nach Assads Sturz weiter Pillen nach Deutschland?

Wie hoch der Anteil der Pillen ist, die 2023 aus Syrien kamen, ist laut einem Sprecher des Zolls schwer zu bemessen. Eine gesonderte Auswertung nach speziell mit dem Markennamen „Captagon“ versehen Tabletten zu Herkunftsländern sei „nicht möglich“, so das Bundeszollamt.

Rebellen verbrannten einen Captagon-Vorrat, nachdem sie Assad gestürzt hatten. Unter der von den Rebellen praktizierten Interpretation des Islam, sowie deren Zivilrecht, ist die Produktion und der Konsum von Drogen illegal

Rebellen verbrannten einen Captagon-Vorrat, nachdem sie Assad gestürzt hatten. Unter der von den Rebellen praktizierten Interpretation des Islam, sowie deren Zivilrecht, ist die Produktion und der Konsum von Drogen illegal

Foto: Telegram

Experte Schneider: „Ob es der neuen Zentralgewalt wirklich gelingen wird, die gesamte Produktion zu zerstören, ist noch unklar. Auch unter den Rebellen gibt es viele Kriminelle und Korrupte.“

Hier lebte der DiktatorDie privaten Räume von Assad

Quelle: X / @QUSAY_NOOR_

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