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Talk bei Maybrit Illner: Laschet formuliert entscheidende Frage im Nahost-Krieg | Politik

Talk bei Maybrit Illner: Laschet formuliert entscheidende Frage im Nahost-Krieg | Politik
Okundu
20 Haziran 2025 - 1:18

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Klare Sprache, klare Sache! Außenpolitiker Armin Laschet (64, CDU) hat Kanzler Friedrich Merz (69, CDU) bei Maybrit Illner (60) energisch gegen Vorwürfe wegen einer angeblich kritikwürdigen Wortwahl verteidigt. Und er formulierte die aus seiner Sicht entscheidende Frage im Nahost-Krieg.

Zunächst ging es um das Interview des Kanzlers mit ZDF-Journalistin Diana Zimmermann (54) beim G7-Gipfel in Kanada. Zimmermann damals zur Lage in Nahost: „Ist das nicht sehr verlockend, dass die Israelis jetzt die Drecksarbeit machen?“ Merz: „Ich bin Ihnen dankbar für den Begriff ,Drecksarbeit‘. Das ist die Drecksarbeit, die Israel macht – für uns alle!“

Prompt hagelte es Vorwürfe. Ex-ARD-Journalistin Kristin Helberg (52) jetzt bei Illner: „Zu der Formulierung des Kanzlers würde ich sagen wollen, dass es nicht angebracht ist, Kriege so zu feiern. Ich fand das doch in der Wortwahl sehr bedenklich!“

Laschet und Moderatorin Maybrit Illner (60)

Laschet und Moderatorin Maybrit Illner (60)

Foto: ZDF/Maybrit Illner

Denn, so Helberg: „Es sind die Iraner, die die Drecksarbeit machen!“ Ihr Tadel: Was Israel mache, werde gefeiert, der iranische Widerstand gegen das Mullah-Regime aber werde ignoriert und „das finde ich sehr arrogant!“

Illner daraufhin zu Laschet: „Israel macht für uns die Drecksarbeit, sagt der Kanzler. Das ist eine neue Formulierung.“ Laschets prompte Korrektur: „Er greift ja das Wort Ihrer Kollegin auf.“ Illner trotzdem: „Aber er bedankt sich dafür!“

Laschet daraufhin klipp und klar: „Jeder Mensch, der die deutsche Sprache kennt, weiß, was das heißt. Das ist eine andere Sprache als bei Olaf Scholz. Er (Merz) ist klarer in dem, was er versucht zu erklären. Das, was er sagen wollte, stimmt!“

„Erst reagieren, wenn die Bombe da ist?“

▶︎ Laschets Analyse: „Weil es immer heißt, das ist alles völkerrechtswidrig: Es gibt da auch eine andere Meinung.“ Die Absicht, Israel auszulöschen, sei „bei den Ayatollahs jeden Tag zu hören“. Die entscheidende Frage laute, so der CDU-Politiker: „Darf man erst reagieren, wenn die Bombe schon da ist?“

Laschets dringende Forderung: „Die Diskussion hilft nicht weiter. Wir sind jetzt mittendrin. Man muss versuchen, dass der Iran nach zwanzig Jahren Herumtaktieren endlich dazu kommt, auf die Atombombe zu verzichten. Dass der Iran entwaffnet werden soll, bevor er eine Atombombe bekommt, das ist richtig!“

Illner trotzdem noch einmal: „Macht Israel die Drecksarbeit für Deutschland?“ Doch Laschet bleibt dabei: „Aus Europa sind nur unterschiedliche Stimmen zu hören. Es gibt nicht EINE Stimme, die so gesprochen hätte, wie wir es gerade gehört haben!“

Israels Präsident nach „Drecksarbeit“-Satz: „Merz sagt die Wahrheit“

Teaser-Bild

Quelle: BILD

Der CDU-Politiker zum Schluss über Trumps Aufschub eines möglichen US-Angriffs: „Zwei Wochen sind eine lange Zeit. Ich glaube, alle wirken im Moment auf den Iran ein, dass er nachgibt. Der Iran hat überall verloren!“

Laschets große Hoffnung auf das iranische Volk: „Das Regime ist weltweit diskreditiert und angeschlagen. Eine innere Oppositionsbewegung kann jetzt noch einmal neue Kraft beziehen!“

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