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Terror-Anschlag in Moskau: Das sind die Opfer | Politik

Terror-Anschlag in Moskau: Das sind die Opfer | Politik
Okundu
26 Mart 2024 - 10:45

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Sie hatten sich versammelt, um Musik zu hören und mit Freunden zu feiern. Sie fanden den Tod.

Mindestens 137 Menschen sind bei einem islamistischen Terroranschlag der IS-Miliz auf ein Konzert in Moskau ums Leben gekommen.

Die russische Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ zeigt nun einige der Opfer und erzählt ihre Geschichten.

Das Kreml-treue Blatt beschreibt den Horror, als die ersten Schüsse durch die Moskauer Crokus-Konzerthalle hallten: Eines der Opfer saß zu diesem Zeitpunkt „im Saal und wartete auf den Auftritt“. Ein weiteres „gab gerade seine Kleidung an der Garderobe ab“, jemand „ruhte sich gerade in einem Zimmer aus“.

Die in Tarnkleidung verhüllten Terroristen, schreibt „Komsomolskaja Prawda“, „verschonten niemanden … weder Kinder noch Rollstuhlfahrer“.

[–>Das sind die Opfer (Auszug):

Familie Kostyuchenko

Pavel und Christina Kostyuchenko mit ihren Kindern

Pavel und Christina Kostyuchenko mit ihren Kindern

Foto: Privat<!–>

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Das Ehepaar Pavel und Christina Kostyuchenko besuchte das Konzert gemeinsam.

Von Christinas Ableben erfuhren ihre Angehörigen, wie so viele andere auch, erst aus den Nachrichten. Sie erkannten Christina auf einem der Videos von der Schießerei. Sie hatte sich hinter den Sitzen in der Konzerthalle versteckt, lebte zum Aufnahmezeitpunkt des Videos noch. Erst später entdeckten ihre Verwandten Christina auf der Liste der Toten.

Über das Schicksal von Pavel ist noch nichts bekannt. Das Paar hat zwei Kinder, die jetzt von ihrer Großmutter aufgenommen wurden.

Roman Sokolov

Roman Sokolov

Roman Sokolov

Foto: Privat<!–>

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Roman Sokolov besuchte das Konzert anlässlich seines Geburtstags, um gemeinsam mit seiner Lieblingsband zu feiern. Am 22. März wurde er 47 Jahre alt. Das Datum sollte zugleich sein Todestag werden.

Alexander Baklemyshev

Alexander Baklemyshev wurde 51 Jahre alt

Alexander Baklemyshev wurde 51 Jahre alt

Foto: Privat<!–>

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Alexander Baklemyshev reiste aus der Region Tscheljabinsk am Ural nach Moskau, um das Konzert zu besuchen. Er war ein großer Fan von Rockmusik.

Seine Tochter sagte „Komsomolskaja Prawda“: „Das letzte Mal sprachen wir kurz vor seiner Abreise miteinander. Danach meldete er sich nie wieder. Er wollte dieses Konzert wirklich gerne besuchen.“ Alexander Baklemyshev wurde 51 Jahre alt.

Sergej Laptev

Sergej Laptev vor Naturkulisse

Sergej Laptev vor Naturkulisse

Foto: Privat<!–>

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Auch der 48-jährige Sergej Laptev wurde Opfer des Terrors. Aus seinen Profilen in verschiedenen sozialen Netzwerken geht hervor, dass er sehr naturverbunden war – Er postete viele Fotos von Sonnenuntergängen, vom Meer oder vom Mondschein.

Sergejs Tod wurde von seinen Angehörigen bestätigt. „Er war ein wunderbarer Mensch“, schrieben sie.

Anna und Igor Figurin

Igor Figurin (rechts)

Igor Figurin (rechts)

Foto: Privat<!–>

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Das Ehepaar Anna (†48) und Igor (†51) Figurin besuchte das Konzert gemeinsam. Igor stammte aus der Region Wladimir im Westen Russlands. Er lebte und arbeitete in den vergangenen Jahren zusammen mit seiner Frau in Moskau.

Pavel und Irina Okishev

Auch Pavel und Irina Okishev wurden von den Terroristen ermordet. Ein Bekannter des Paares sagte „Komsomolskaja Prawda“: Irina († 33), arbeitete als Fotografin. Sie fotografierte Models. Pavel, genannt Pascha, war Möbelsammler. Sie waren sehr glücklich und haben sich auf die Reise nach Moskau gefreut. Ich kann immer noch nicht glauben, dass sie nicht mehr da sind.“

In wenigen Tagen – am 27. März – hatte Pavel seinen 35. Geburtstag feiern wollen. Er war dazu mit Irina nach Moskau gereist. Freunde des Paares schenkten ihnen Karten für das Konzert.

Pavel und Irina Okishev bei ihrer Hochzeit

Pavel und Irina Okishev bei ihrer Hochzeit

Foto: Privat<!–>

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Ekaterina Novoselova

Ekaterina Novoselova gewann 2001 den Schönheitspreis „Miss Twer“ der zentralrussischen Stadt Twer. Sie glänzte oft als Model auf der Bühne. Später entschied sie sich gegen eine Karriere im Scheinwerferlicht und stattdessen für ein Leben als Mutter.

Mit 42 Jahren brachte sie zwei Kinder zur Welt – einen Jungen und ein Mädchen. Die beiden Kinder müssen nun ohne Mutter aufwachsen.

Ekaterina Novoselova arbeitete als Model

Ekaterina Novoselova arbeitete als Model

Foto: Privat<!–>

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Irina Vedeneeva

Irina Vedeneeva († 40) arbeitete als Managerin in einer Versandabteilung. Sie lebte als alleinerziehende Mutter gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Sohn zusammen, mit dem sie das tödliche Konzert besuchte.

Irinas Leiche wurde mittlerweile von ihren Angehörigen identifiziert, über das Kind ist jedoch nichts bekannt. Die Angehörigen hoffen, dass er möglicherweise überleben konnte.

Irina Vedeneeva, alleinerziehende Mutter, besuchte das Konzert gemeinsam mit ihrem Sohn

Irina Vedeneeva, alleinerziehende Mutter, besuchte das Konzert gemeinsam mit ihrem Sohn

Foto: Privat<!–>

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Irina Firsova

Irina Firsova (†52) arbeitete als Lehrerin am staatlichen Institut für Kino und Fernsehen in Moskau, ehe sie beim Attentat ums Leben kam. Sie war erst vor Kurzem in die russische Hauptstadt gezogen. Bis 2023 lebte sie in Saransk in der Region Mordwinien, wo sie am staatlichen pädagogischen Institut arbeitete.

Irina Firsova arbeitete als Lehrerin in Moskau

Irina Firsova arbeitete als Lehrerin in Moskau

Foto: Privat<!–>

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Maxim Verdenin

Offiziell steht der 25-jährige Maxim Verbinin, der im Rollstuhl sitzt, nicht auf der Liste der Toten – seine Leiche sei bislang nicht gefunden worden. Er wurde allerdings direkt vor den Augen seiner Partnerin Natascha erschossen. Sie war großer Fan der Band „Piknik“ und schenkte Maxim die Karten zu dem Konzert.

Maxims Mutter erzählte „Komsomolskaja Prawda“, wie sie vom Tod ihres Sohnes erfuhr: „Mein Mann rief mich an und fragte: ‚Ist Maxim nicht zufällig im Krokus? Dort gibt es eine Schießerei‘“.

„Ich begann“, so die Mutter weiter, „Maxim anzurufen, aber er ging nicht ans Telefon. Dann ging das Telefon aus. Dann hatte ich Natascha am Telefon und sie schrie in den Hörer, dass Maxim tot sei und sie ins Krankenhaus gebracht werde.“

Das Todesdrama spielte sich für die beiden laut Schilderung von Maxims Mutter folgendermaßen ab: „Als die Schießerei begann, rannten Natascha und Maxim wie alle anderen los und suchten einen Ausweg aus der Todesfalle. Links und rechts von ihnen wurde blind getötet.“

Maxim Verdenin rettete bei seinem Tod seiner Partnerin Natascha womöglich das Leben

Maxim Verdenin rettete bei seinem Tod seiner Partnerin Natascha womöglich das Leben

Foto: Privat<!–>

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Natascha habe sich dann zu den Füßen ihres Geliebten gesetzt und habe seine Hand festgehalten. Vor ihren Augen habe einer der Terroristen einen Schusshagel auf Maxim abgefeuert – aus kürzester Entfernung! Er starb umgehend und „fiel geradezu auf sie drauf – man könnte sagen, er schützte sie damit vor den Kugeln. Und dann begann es zu brennen … Natasha überlebte wie durch ein Wunder, erlitt aber Verbrennungen an Rücken, Kopf, Armen und Beinen.“

Auch am zweiten Tag nach dem Attentat arbeiten Rettungskräfte weiter am Ort des Terroranschlags. Sie beseitigen Trümmer und finden immer noch neue Leichen. Die Listen der Toten werden daher weiter ergänzt.

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