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Thüringen-Wahl: Ramelow und Voigt zoffen sich mit Höcke-Fans | Politik

Thüringen-Wahl: Ramelow und Voigt zoffen sich mit Höcke-Fans | Politik
Okundu
25 Ağustos 2024 - 18:18

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Nächste hitzige TV-Schlacht eine Woche vor den Schicksalswahlen!

Bei einem Dreiergipfel der Südthüringer Zeitung „Freies Wort“ am Freitagabend in Suhl haben sich AfD-Rechtsaußen Björn Höcke (52), Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke) und CDU-Kandidat Mario Voigt (47) eine Stunde lang heftig beschimpft.

Gleich bei der Einstiegsfrage nach den Gründen für die Unzufriedenheit der Menschen entbrannte ein Zoff zwischen Ramelow und Höcke über die Corona-Pandemie. Ramelow: „Es waren Frau Weidel und Herr Chrupalla von der AfD, die gefordert haben, dass der Lockdown sofort erfolgen soll, die Landesregierung schneller und härter in Maßnahmen vorgehen soll.“

Zwischen Björn Höcke und Mario Voigt geht es am Freitagabend zur Sache

Zwischen Björn Höcke und Mario Voigt geht es am Freitagabend zur Sache

Foto: Hannes P. Albert/dpa<!–>

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Höcke bestritt den Vorwurf: „Die AfD hat bereits im April 2020 ein Papier vorgelegt, dass die Eingriffe in die Grundrechte unverhältnismäßig sind.“

Weil ein Teil der 500 Besucher Ramelow immer wieder auslachte, legte sich der Regierungschef sogar mit dem Publikum an und fragte: „Ist das hier eine AfD-Wahlkampfveranstaltung?“ Er werde noch sehr lange Ministerpräsident sein, wenn Herr Höcke keine Mehrheit zusammenbekommt.

Dann machte Ramelow ein Angebot: „Es darf keine Minderheitsregierung entstehen. Herr Voigt pflegt eine Ausschlussvereinbarung mit der Linkspartei. Aber ich werde mit der CDU reden, wenn sie mich einlädt.“

Björn Höcke, Mario Voigt, und Bodo Ramelow diskutieren auf einer Bühne im Rahmen der „Wahl-Arena“ des Freien Worts.

Björn Höcke, Mario Voigt und Bodo Ramelow diskutieren auf einer Bühne im Rahmen der „Wahl-Arena“ des Freien Worts.

Foto: Hannes P. Albert/dpa<!–>

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Auch Voigt war Gelächter ausgesetzt und sprach das Publikum direkt an: „Sie müssen doch eingestehen, dass es für zwei von drei Wahlkreisen im Wartburgkreis keinen AfD-Kandidaten gibt, weil Herr Höcke ihnen die Unterschrift verweigert hat.“

Als Höcke kritische Fragen zu seinen Büchern beantworten musste, ging Voigt noch weiter: „Wir wollen doch Herrn Höcke nicht in eine Opferrolle bringen, in der er dann immer weint.“

Höckes Gegenangriff: „Sie waren als glatter CDU-Funktionär immer im Fahrwasser von Angela Merkel, haben sich nie von ihr emanzipiert.“ Voigt feuerte zurück, lästerte über Höckes Wahlplakate: „Ich bin Thüringer, musste mich nicht in Thüringen einfliegen lassen und muss mich nicht künstlich auf einen Simson-Roller setzen, um irgendetwas überzukompensieren.“

Nächster Streitpunkt: das Bündnis Sahra Wagenknecht: Voigt: „Die Leute haben die Nase voll davon, wenn sich Leute von außen einmischen. Frau Wagenknecht versucht von außen nach Thüringen reinzuregieren. Ich setze mich gern mit Frau Wolf an einen Tisch, aber wir Thüringer entscheiden unseren Weg selbst.“

Ramelow nutzte das Thema für einen Seitenhieb auf BSW-Spitzenkandidatin Katja Wolf (48): „Sie ist aus meiner Partei ausgetreten, weil sie Angst vor Herrn Höcke hat.“

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