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Trump-Sieg würde jeden Deutschen 2000 Euro kosten, errechnen Experten | Politik

Trump-Sieg würde jeden Deutschen 2000 Euro kosten, errechnen Experten | Politik
Okundu
28 Temmuz 2024 - 12:46

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Während in den USA gerätselt wird, ob Vizepräsidentin Kamala Harris (59) Ex-Präsident Donald Trump (78) schlagen kann, wird in Deutschland gerechnet.

Was würde die deutsche Wirtschaft eine zweite Präsidentschaft Trumps kosten? Und was eine Präsidentin Harris?

Eine erneute Trump-Ära käme uns teuer zu stehen – das haben zumindest Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln berechnet: angeblich bis zu 150 Milliarden Euro über vier Jahre.

[–>Würde demnach bedeuten: 1785 Euro für jeden der 84 Millionen Deutschen. Also (rein rechnerisch) fast 2000 Euro pro Kopf.

Im Fokus der Studie steht der Zollstreit zwischen den USA und China. Die Ökonomen über die Wahlkampf-Ansagen Trumps: Er erwäge „einen Mindestzoll von zehn Prozent für Importe aus allen Ländern und für chinesische Einfuhren sogar von 60 Prozent zu erheben.“ Ein schwerer Schlag „besonders für deutsche Unternehmen, die in die USA exportieren“.

[–>Schon US-Präsident Biden hat die Einfuhrzölle für bestimmte Produkte aus China (E-Autos, Solarzellen, Halbleiter) massiv angehoben.

„Massive Folgen für Deutschland“

Sollten Zollerhöhungen für alle Einfuhren aus allen Ländern kommen, hätte das „massive Folgen für Deutschland“, so die Experten: „Der BIP-Verlust in Deutschland würde sich über die gesamte Amtszeit Trumps gerechnet voraussichtlich auf mehr als 120 Milliarden Euro belaufen.“

▶︎ Und: Sollte sich China wehren und seinerseits 40 Prozentpunkte auf US-Importe draufschlagen, kämen für die deutsche Wirtschaft noch einmal 30 Milliarden Euro an Einbußen obendrauf.

Begründung: Der „Zoll-Schock“ würde „auch den Welthandel dämpfen“, bei uns würden „neben den Exporten auch die privaten Investitionen sinken“.

[–>Um vorbereitet zu sein, raten Experten zu mehr Freihandelsabkommen (z.B. mit Australien, Südamerika). Deutschland solle sich neue Handelspartner suchen, um unabhängiger zu werden – und mit „Gegenmaßnahmen“ drohen.

Das würde eine Präsidentin Harris bedeuten

Falls Vizepräsidentin Kamala Harris US-Präsidentin werden würde, sei die Lage „gemischt“, sagt Top-Ökonom Thomas Obst (40) vom Forschungsinstitut IW.

Sie wolle die „Fundamente von Bidenomics“ fortführen. Hinter dem Schlagwort steht das Konzept, Steuern zu senken, Unternehmen mehr Freiraum zu lassen und so für Wachstum zu sorgen.

► Diverse Programme hätten „für mehr Nachfrage nach deutschen Produkten“ gesorgt, sagt Obst. Setze Harris Bidens Klimapolitik fort, „könnten deutsche Unternehmen und Haushalte davon sogar profitieren“, weil die Weltmarktpreise z.B. für Solarpanels oder Batterien „wahrscheinlich fallen“ werden.

[–>Bislang ist auch der „Inflation Reduction Act“ (IRA, Inflations-Reduzierungs-Gesetz), ein milliardenschweres US-Subventionsprogramm für grüne Technologie, ein Magnet für Investitionen ausländischer Firmen.

► Aber: Das wäre gefährdet, sollte Harris auf mehr Bürokratie setzen. Obst: „Jetzt schon soll der IRA über eine Mindeststeuer von 15 Prozent auf multinationale Unternehmen gegenfinanziert werden.“ Schlecht für deutsche Firmen in den USA.

Das könnte „zu einer Abschwächung der ausländischen Direktinvestitionen vor Ort sowie der deutschen Exporte dorthin führen“.

Außenpolitiker Rainer Semet (66, FDP) mahnt: Unabhängig vom Wahlausgang werden die USA „von Deutschland mehr Stärke und Selbstständigkeit erwarten – militärisch wie wirtschaftlich“.

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