Trump und Mamdani plötzlich beste Freunde – Lachen, Scherzen, Tätscheln im Oval Office | Politik

22.11.2025 - Cumartesi 00:42

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Washington – Nanu? Sind das noch die erbitterten Feinde aus zwei entgegengesetzten populistischen Lagern?

US-Präsident Donald Trump (79) empfing den designierten Bürgermeister von New York im Oval Office – den Ultralinken Zohran Mamdani (34). Doch wer beim anschließenden Presse-Briefing Zoff oder wenigstens giftige Seitenhiebe erwartet hatte, rieb sich nur die Augen: Warum sind die beiden auf einmal so harmoniesüchtig?!

„Ich liebe New York, da komme ich her“, sagte Trump. „New Yorks Bürgermeister zu sein, ist was Großes, das wäre ich auch gerne!“

„Ich liebe New York, da komme ich her“, sagte Trump. „New Yorks Bürgermeister zu sein, ist was Großes, das wäre ich auch gerne!“

Foto: EPA

45 Minuten Bromance

In der Vergangenheit hatte Trump Mamdani einen „hundertprozentigen kommunistischen Irren“ und „totalen Spinner“ genannt. Mamdani nannte sich selbst „Donald Trumps schlimmsten Albtraum“.

Ganz anderes Bild am Freitag: Trump tätschelte Mamdani, nannte ihn einen „guten Mann“, der einen „tollen Wahlkampf“ hingelegt habe. Was ihm so an Mamdani gefalle? „Er ist anders“, so der Präsident, „er kommt von nirgendwo“.

„Er hat die Chance, was wirklich Großartiges zu machen“, sagte Trump. „Wenn er Erfolg hat, hilft er der Bundesregierung, und wir werden ihm helfen“

„Er hat die Chance, was wirklich Großartiges zu machen“, sagte Trump. „Wenn er Erfolg hat, hilft er der Bundesregierung, und wir werden ihm helfen“

Foto: Jonathan Ernst/REUTERS

Leitmotiv des Auftritts: Beide lieben New York und wollen nur das Beste für die Stadt (Trump: „Er will keine Kriminalität, ich will keine Kriminalität“; oder: „Er will, dass mehr Häuser und Wohnungen gebaut werden, ich auch“). Diese Melodie spielten sie, bis die Schallplatte einen Sprung hatte.

Trump wurde gefragt, ob er mit diesem ultralinken Bürgermeister noch in New York leben wollen würde. „Ja, würde ich, besonders nach diesem Treffen“, sagte der US-Präsident, „ich würde mich da sehr wohl fühlen“. Minuten vorher hatte ein Journalist noch nach der Sicherheit in der Stadt gefragt: Ein Palästina-Protest-Mob habe erst kürzlich eine Synagoge angegriffen. Mamdani wich aus.

Make New York affordable again

A propos Sprung in der Platte: Wo es nur ging, sagte Mamdani „affordable“, bezahlbar. „Herr Mamdani, Sie wollen höhere Steuern für Weiße. Was sagt Trump dazu?“ Antwort: „Wir haben darüber gesprochen, wie wir New York bezahlbar machen …“

„Herr Mamdani, Trump liebt New York, aber liebt New York Trump?“ – Antwort: „New York liebt eine bezahlbare Zukunft … “ 

Halten Sie Trump für einen Faschisten?

Kurze Anspannung bei der heiklen Frage: „Herr Mamdani, bestätigen Sie, dass Sie Trump für einen Faschisten halten?“ Mamdani holte aus („was ich damals sagte, war …“), doch der jovial aufgelegte Trump unterbrach ihn und klopfte ihm kumpelhaft auf den Arm: „Es ist okay, du kannst Ja sagen. Das ist einfacher, als es zu erklären. Es stört mich nicht …“

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Zum Schluss der Show merkte Trump stolz lachend an: „Übrigens, die Presse stürzt sich hierauf! Hier kommen immer die größten Staatschefs der Welt her, aber heute haben wir so viele Journalisten wie noch nie!“

Und die Bürger von New York konnten aufatmen: Vorerst wird der US-Präsident wohl weder die Bundesmittel kürzen, noch die Nationalgarde in ihre Stadt schicken …

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