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Tumulte in der Türkei! Erdogan droht im TV | BILD
25.03.2025 - Salı 20:46
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In der Türkei sind den sechsten Abend in Folge Menschen in vielen Teilen der Türkei auf die Straße gegangen.
In Istanbul zogen Tausende Studierende in einem Protestzug zum zentralen Kundgebungsort vor der Stadtverwaltung, wie lokale Medien berichteten.
Auf ihrem Protestzug erhielten die demonstrierenden Studenten lautstarken Zuspruch von Anwohnern, die auf Kochtöpfe schlugen und ihnen zujubelten.
Auch in Ankara gingen erneut Tausende auf die Straße, wie auf Fernsehbildern zu sehen war, und riefen Slogans wie „Regierung, Rücktritt!“.
Die Polizei ging in Istanbul hart gegen die Demonstranten vor
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Die Proteste richten sich gegen die Inhaftierung und vorläufige Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu, der als bedeutendster Konkurrent von Präsident Recep Tayyip Erdogan gilt.
Seine Partei CHP hat ihn trotz seiner Haft am Sonntag zum Präsidentschaftskandidaten ernannt. Ihm werden Vorwürfe im Zusammenhang mit Korruptions- und Terrorismusermittlungen gemacht. Er bezeichnete die Anschuldigungen als „unmoralisch und haltlos“.
CHP-Chef Özgür Özel rief vor Zehntausenden Demonstrationsteilnehmern in Istanbul am Abend zum Boykott bestimmter Marken auf, die als regierungsnah gelten - darunter etwa eine bekannte Coffee-Shop-Kette und einen Tankstellenbetreiber.
Die Demonstranten warfen Feuerwerkskörper auf die Polizisten
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Erdogan hält TV-Ansprache
Präsident Erdogan richtete sich unterdessen in einer Fernsehansprache erneut mit scharfen Worten an die Opposition. „Hört auf, den Frieden unserer Mitbürger durch eure Provokationen zu stören“, sagte Erdogan in der am Montag ausgestrahlten Rede und fügte an: „Spielt nicht mehr mit den Nerven der Nation. Entfesselt linke Splittergruppen nicht gegen unsere Polizei.“
Erdogan nennt die mehrheitlich friedlichen Demonstrationen eine „Gewaltbewegung“ und hat angekündigt, die Opposition werde für ihre Protestaufrufe zur Rechenschaft gezogen.
Die Demonstrationen sind in großen Städten wie Izmir, Ankara und Istanbul verboten. Laut Zahlen des Innenministeriums von Montagmittag hat es seit Beginn der Proteste mehr als 1000 Festnahmen gegeben.
Innenminister Ali Yerlikaya schrieb am Abend auf X zudem von 43 Festnahmen in Zusammenhang mit Beleidigungen des Präsidenten, dessen verstorbener Mutter und dessen Familie nach einer Demonstration in Istanbul.
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