UN buht Israel-Premier Netanjahu aus: Rede zu Terror und Geiseln | Politik

26.09.2025 - Cuma 15:19

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New York – Die UN hat ihren Buhmann: Als Israel-Premier Benjamin Netanjahu (75) angekündigt wird, fallen Buh-Rufe, viele Delegierte der Vollversammlung verlassen den Raum. Sie wollen nicht hören, was der Israel-Premier zu islamistischem Terror und Hamas-Geiseln zu sagen hat: Sein Land kämpfe gegen einen Terrorismus, der auch Europäer und Amerikaner treffe, machte er mit einer „Quizfrage“ (siehe Foto) deutlich.

Außerdem sagte er, in Gaza stünden Lautsprecher, die Netanjahus Rede übertragen – in der Hoffnung, die israelischen Geiseln würden die Rede hören.

Zu den 20 noch lebenden Geiseln (darunter 7 Deutsche) sagte er: „Wir vergessen euch nicht, wir bringen jeden von euch nach Hause!“ 28 weitere Geiseln, die bereits getötet wurden, sollen sich noch in Gaza befinden.

Kampf gegen Hamas und Iran

Der israelische Ministerpräsident kritisierte westliche Staaten scharf für deren Anerkennung eines Palästinenserstaates und warf ihnen vor, unter dem Druck von Aktivisten einzuknicken. Diesen Staat auszurufen sei so, als hätte man nach 9/11 einen Staat für al-Qaida ausgerufen.

In seiner Rede kündigt Netanjahu an, den Einsatz im Gazastreifen „so schnell wie möglich“ zu beenden. Die letzten Hamas-Kämpfer hätten sich in Gaza-Stadt verschanzt. Zugleich zieht er eine Bilanz der vergangenen Monate: Die Hamas sei zerschlagen, die Hisbollah geschwächt, die Huthi-Rebellen schwer getroffen.

Bei Netanjahus Rede blieben viele Plätze leer

Israel ist der Buhmann bei den Vereinten Nationen – bei Netanjahus Rede leerten sich viele Plätze schnell

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Besonders scharf geht Netanjahu den Iran an. Israel habe schon dessen Atomwaffen- und Raketenprogramm zerstört. „Die Bestände an angereichertem Uran des Iran müssen vernichtet werden“, fordert er – und bedankt sich ausdrücklich bei US-Präsident Donald Trump für dessen „mutiges und entschlossenes Vorgehen“.

Constantin Schreiber berichtet für BILD: „Gaza brennt!“ Wie finden das die Israelis?

Quelle: BILD

Für einen Moment der Aufmerksamkeit sorgt Netanjahu, als er ein Schild hochhält. Darauf steht: „Wer hat Amerikaner und Europäer kaltblütig ermordet: A) al-Qaida; B) Hamas; C) Hisbollah; D) Iran; E) alle aufgezählten“. Hinter E) setzt Netanjahu einen Haken.

Die Botschaft: Israel führt Krieg für alle Länder im Westen – und gegen gemeinsame Feinde. „Israel kämpft Ihren Kampf“, sagte Netanjahu.

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