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Auf einem Maisfeld in dem polnischen Dorf Osiny im Kreis Lukow (Region Lublin) hat es am Mittwochmorgen um 2 Uhr eine heftige Explosion gegeben. Osiny liegt etwa 120 Kilometer von der Grenze zur Ukraine und 100 Kilometer von Belarus entfernt.
Wie zahlreiche polnische Medien, unter anderem der öffentlich-rechtliche Rundfunk „TVP“, berichten, fiel ein Objekt vom Himmel und explodierte anschließend. In den umliegenden Häusern gingen Fensterscheiben zu Bruch. Verletzt wurde niemand.
Ein Polizeisprecher zu „TVN24“: „In einem Maisfeld haben wir verbrannte Gegenstände unterschiedlicher Größe gefunden, die über einen Umkreis von mehreren Dutzend Metern verstreut waren. Es handelt sich um verbrannte Metall- und Plastikfragmente.“ Mehrere polnische Medien berichten, die Lage am Unfallort soll „ernst“ sein, an der Einsturzstelle sei ein Krater entstanden.
Drei mögliche Szenarien
Jetzt äußerte sich der polnische Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (44) laut „Onet Wiadomosci“: „Bei der Analyse des Vorfalls müssen alle Szenarien berücksichtigt werden. Wir sind ein Land, das an ein Gebiet grenzt, in dem ein umfassender Konflikt tobt.“ Laut Kosiniak-Kamysz würden aktuell drei Szenarien in Betracht gezogen. Demnach könnte es sich etwas um ein Eindringen einer russischen Drohne in den polnischen Luftraum handeln, um eine Schmuggeldrohne oder einen Sabotageakt.
Der polnische Verteidigungsminister sagte zudem, dass Polizei, Militärpolizei und Einsatztruppen vor Ort seien, „um das gesamte Gebiet zu sichern und eine Durchsuchung durchzuführen“. Helikopter und unbemannte Flugzeuge seien im Einsatz.
Laut der polnischen Zeitung „Rzeczpospolita“, die sich auf geheime Quellen beruft, soll es sich bei dem explodierten Objekt möglicherweise um eine iranische Shahed-Drohne gehandelt haben. Bisher gibt es keine offizielle Quelle oder eine andere Zeitung, die diese Information bestätigt. Kosiniak-Kamysz dazu: „Nach einer pyrotechnischen Analyse und einer Untersuchung des Tatorts durch Drohnenexperten können wir darüber berichten und Sie auf dem Laufenden halten. Keine der Hypothesen sollte ausgeschlossen werden.“
Nach Erkenntnissen des Militärs kam es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu keiner Verletzung des polnischen Luftraums, berichtet „TVP“.
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