US-Präsident warnt vor Gewalt: „Lösen Streit nicht mit Kugeln“ | Politik

15.07.2024 - Pazartesi 02:18

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Diese Rede sollte Amerika wieder einen! US-Präsident Joe Biden (81) wendete sich zur Lage der Nation an alle Amerikaner. Nur einen Tag, nachdem sein Herausforderer Donald Trump (78) ein Attentat überlebt hatte.

Bei dem Attentat in Butler (US-Bundesstaat Pennsylvania) hatte der mittlerweile als Thomas Crooks (†20) identifizierte Schütze mehrere Schüsse abgegeben und Trump am Ohr verletzt. Ein Zuschauer der Veranstaltung starb, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Biden: „Wir lösen unseren Streit an der Wahlurne. So machen wir es. An der Wahlurne, nicht mit Kugeln“, sagte Biden bei einer seltenen Ansprache an die Nation aus dem Oval Office im Weißen Haus. Die Reden aus dem Oval Office sind für krisenhafte Momente und große Zäsuren im Land vorbehalten.

Biden weiter: „Wir können das schaffen“. Das Land sei auf einer Demokratie gegründet worden, die Vernunft und Ausgewogenheit eine Chance gebe, sich gegen rohe Gewalt durchzusetzen.

Die Reden des Präsidenten sind für krisenhafte Momente im Land vorbehalten

Die Reden des Präsidenten sind für krisenhafte Momente im Land vorbehalten

Foto: ERIN SCHAFF/AFP

Eine „amerikanische Demokratie, in der die Rechtsstaatlichkeit respektiert wird. Wo Anstand, Würde und Fairness nicht nur wunderliche Begriffe sind, sondern lebendige, atmende Realitäten.“

Im Vorfeld war die landesweite Ansprache zur Primetime groß angekündigt worden: Biden werde auf die Notwendigkeit eingehen, dass alle Amerikaner zusammenkommen müssen, um die politische Gewalt in den USA zu beenden, hieß es.

Denn das Land ist gespalten: der umstrittene Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, überholt aktuell in den Umfragen Amtsinhaber Biden. Die Demokraten sind wegen der vielen, großen Patzer ihres Präsidenten in Panik.

Allerdings: laut letzten Umfragewerten (VOR dem Attentat) liefern sich Biden und Trump aktuell ein Kopf-an-Kopf Rennen. Eine Fox News-Umfrage zeigt, dass Trump nur einen Punkt vor Biden liegt, 49 Prozent zu 48 Prozent. In einer NBC News-Umfrage lag Trump vor Biden mit 45 Prozent zu 43 Prozent.

In der Umfrage von CBS News, bei der Wähler in den sieben wichtigsten umkämpften US-Bundesstaaten befragt wurden, liegt Trump mit 50 zu 48 Prozent vorn. Das ist ähnlich wie vor einer Woche, als Trump mit 51 Prozent zu 48 Prozent vorn lag.

Insofern gab es für Biden eigentlich viel anzusprechen: innenpolitische Themen, die für die Wahl wichtig sind. Darunter Abtreibung, Grenzschutz, Wirtschaft, Inflation und nicht zuletzt Waffenkontrolle.

Stattdessen beendete der Präsident seine Rede nach nur fünf Minuten.

Attentat auf Donald TrumpHier wird der Angreifer ausgeschaltet

Quelle: Reuters, X

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