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Van der Velde startete bei Olympia: Vergewaltiger bricht sein Schweigen | Sport
13.08.2024 - Salı 20:12
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Bei Olympia wurde er ausgebuht – nun gibt er unter Tränen ein erstes Interview!
Der holländische Beachvolleyballer Steven van de Velde (29) durfte in Paris an den Start gehen, obwohl er 2016 wegen der Vergewaltigung eines 12-jährigen britischen Mädchens verurteilt wurde. Es war eine der großen Kontroversen – während der Spiele sprach er nicht mit Reportern. Nun gab er ein erstes Interview. Er verrät, dass er oft darüber nachgedacht habe, nicht am Turnier teilzunehmen.
Sichtlich emotional stellt er sich der Presse. Trotz des Gegenwinds habe er sich für den Wettkampf entschieden, sagt er. „Ich dachte: 'Das will ich nicht. Ich werde anderen nicht die Macht geben, zu entscheiden, dass sie mich wegschikanieren oder loswerden können.“
Er verstehe die Aufregung. Aber der Beachvolleyballer, der inzwischen verheiratet ist und einen kleinen Sohn hat, betont: „Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich vor 10 Jahren war.“
Und weiter: „Ich kann nicht ändern, was die Leute über mich denken. Leute können mich für immer für das verantwortlich machen, was passiert ist, und das ist in Ordnung, denn so ist es nun einmal. Es ist ihr Recht. Also akzeptiere ich das.“
Van de Velde und sein Partner Matthew Immers erreichten in Paris das Viertelfinale. Das Duo bestritt vier Spiele im Turnier – van de Velde wurde vom Publikum immer wieder ausgepfiffen und ausgebuht. Der Holländer übernachtete nicht im olympischen Dorf.
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Van de Velde sagt nun, dass sein Spiel möglicherweise von den Reaktionen der Zuschauer beeinflusst wurde. „Wenn ich darüber nachdenke, wie sehr ich mich auf nebensächliche Dinge konzentriert habe – wie ich auf dem Feld sein will, anstatt mich mit der Taktik des Gegners zu beschäftigen – dann kann man schon sagen, dass das einen Einfluss hatte.“ Die Schuld bei den Zuschauern suchen, möchte er aber nicht.
Nach seiner Verurteilung wegen Vergewaltigung 2016 in England saß der Holländer 13 Monate im Gefängnis. Anwälte und Fans hatten mehrfach gefordert, ihn von den Olympischen Spielen auszuschließen. Das IOC erklärte jedoch, man sei dazu nicht befugt.
„Es war der größte Fehler meines Lebens“, sagt der verurteilte Vergewaltiger
In einer Stellungnahme, die vor den Olympischen Spielen auf der Website des holländischen Volleyballverbands veröffentlicht wurde, sagte van de Velde über seine Vergangenheit: „Ich kann es nicht rückgängig machen, also werde ich die Konsequenzen tragen müssen. Es war der größte Fehler meines Lebens.“
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