VfB Stuttgart-Kapitän Karazor: Klare Ansage an Gegner und Mitspieler | Sport

02.10.2024 - Çarşamba 22:34

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Die Fans des VfB Stuttgart kennen seit dieser Saison Kapitän Karazor. Jetzt lernen sie auch Atakan Ansage kennen!

Nach dem 1:1 in der Champions League gegen Sparta Prag kamen (nicht zu Unrecht) kritische Fragen auf: Hat Tschechiens Double-Sieger den deutschen Vizemeister entschlüsselt? Müssen Bundesligisten nur so spielen wie Sparta, damit der Stuttgarter Höhenflug gestoppt wird?

Atakan Karazor (27) hatte Verständnis für die Fragen – aber er hatte eine klare Ansage als Antwort.

„Wenn die Gegner so spielen wollen wie Sparta, sollen sie doch!“ Für den Mittelfeldmann ist nicht entscheidend, was die anderen machen: „Wenn wir das durchziehen, was wir spielen können, ist es egal, ob der Gegner aggressiv anläuft oder tief steht.“

Dieses Selbstverständnis zeichnet das Spiel des VfB tatsächlich aus, seit Sebastian Hoeneß als Trainer übernommen hat. Obwohl die Ergebnisse der Stuttgarter in dieser Saison noch nicht immer passen, ist das Auftreten weiterhin dominant. Daran will Karazor als Kapitän keinen Zweifel aufkommen lassen.

VfB Stuttgart: Atakan Karazor mit Ansage an die Gegner – aber auch an die Mitspieler

Zur Wahrheit gehört aber auch: Sparta stellte den VfB vor große, unterschiedliche Probleme. In der ersten Hälfte war der tschechische Meister die bessere Mannschaft.

BILD weiß: Viele Stuttgarter waren durchaus überrascht davon, wie konsequent die Prager auf die VfB-Stars im Spielaufbau draufgingen. Während die Gegner sonst oft nur versuchen, Mittelfeldspieler und Stürmer am Aufdrehen zu hindern, gingen die Tschechen auch mit viel Tempo auf Verteidiger und Torhüter, um den Spielaufbau zu stören.

Karazor zu BILD: „Sie waren sehr aggressiv im Anlaufen, das hat uns vielleicht ein bisschen eingeschüchtert in Kombination mit der Tatsache, dass es das erste Champions-League-Heimspiel seit langem war. Da war Nervosität da. Trotzdem: Das ist nicht unser Anspruch, dass wir da nicht die Ruhe bewahren.“

Zwei, die ganz offensichtlich wissen, was sie tun: Shakehands zwischen Sebastian Hoeneß und Sparta-Trainer Lars Friis

Zwei, die ganz offensichtlich wissen, was sie tun: Shakehands zwischen Sebastian Hoeneß und Sparta-Trainer Lars Friis

Foto: Tom Weller/dpa

Der Trainer nimmt das Spiel als Teil eines Reifeprozesses – zumal Sparta zeigte, dass sie nicht umsonst in der Königsklasse vertreten sind. Hoeneß: „Das sind die Erfahrungen, die wir machen. Es ist wichtig, dass wir sehen, dass wir mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein können.“

Nach der Pause fand der Vizemeister zurück zu gewohnter Dominanz. Allerdings gab es im Gegensatz zu den meisten Heimspielen der Vergangenheit diesmal keine Vielzahl an Chancen. Nochmal Hoeneß: „Griffiger, mutiger, konsequenter als in der ersten Halbzeit. Ich finde, dass es reichen muss, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, letzter Punkt war für mich die Entscheidungsfindung.“

„Hier ist der Trainer, hallo!“Plötzlich klingelt’s während der PK

Quelle: SC Paderborn 07 TV

Für Karazor schade, aber nicht schlimm. Der Kapitän findet: „Die zweite Halbzeit war überragend! Gerade im Gegenpressing, wir haben bis auf eine Situation gar nichts mehr zugelassen.“

Dass Sparta tief stehend ab der 60. Minute fast alles wegverteidigt bekam, sieht der Sechser auch nicht als Blaupause für die Gegner. Stuttgart habe schon oft gezeigt, dass man auch tief stehende Gegner bespielen könne: „Das letzte Mal letzte Woche. Wolfsburg hat sich auch eingeigelt, hat teilweise mit den Stürmern uns Sechser angelaufen.“

Dann wird er nochmal zu Atakan Ansage – und schreibt seinen Teamkollegen sein wichtigstes Take-Away ins Buch: „Wir brauchen die Konstanz für unser Spiel, immer am Limit zu sein. Letztes Jahr hatte ich das Gefühl, dass wir immer am Limit waren. Aber ich bin überzeugt von dieser Mannschaft.“

Sonntag (19.30 Uhr) gegen Hoffenheim kommt die nächste Chance auf einen Heimsieg.

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