Volkswagen: Zweite Tarifrunde – Betriebsrat macht kaum Hoffnung | Politik

01.11.2024 - Cuma 06:46

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Sechs Stunden wurde verhandelt, dann kamen aus der Tarifrunde bei VW erstmals offizielle Details der geplanten Streichliste – darunter die Forderung, die Tariflöhne um zehn Prozent zu senken!

IG-Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger: „Was Volkswagen hier präsentiert, wäre natürlich ein dreister Griff in den Geldbeutel der Beschäftigten und kein gangbarer Weg.“ Im Verhandlungssaal habe VW weitere Punkte genannt, etwa die Senkung der Zahl der Ausbildungsplätze. Gröger: „Die Giftliste, die Volkswagen uns da vorgelegt hat, die ist relativ lang.“

Kaum Hoffnung auf schnelle Einigung

Gröger begrüßte, dass VW nun bereit sei, über eine Zukunft aller Standorte ohne Werksschließungen und Massenentlassungen zu verhandeln. Andernfalls hätte man die Gespräche abgebrochen, sagte der Gewerkschafter.

Eigentlich fordert die IG Metall ein Lohn-Plus von sieben Prozent. Ab 1. Dezember wären Warnstreiks möglich.

Mehrere Tausend IG-Metaller demonstrierten zu Beginn der Tarifrunde bei VW.

Mehrere Tausend IG-Metaller demonstrierten zu Beginn der Tarifrunde bei VW.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der VW-Haustarif gilt für rund 120.000 Mitarbeiter in Deutschland. Betriebsratschefin Daniela Cavallo (49), die für die IG Metall mit am Verhandlungstisch sitzt, dämpfte die Hoffnungen auf eine schnelle Einigung.

Werkschließungen und Massenentlassungen seien noch nicht vom Tisch. „Dementsprechend warne ich auch davor, das als eine erste Annäherung zu interpretieren“, sagte sie. „Denn heute ist allenfalls der Startschuss für einen Marathon gefallen, bei dem nun endlich beide Seiten verstanden haben, dass sie gemeinsam durchs Ziel müssen.“

„Wenigstens liegt etwas auf dem Verhandlungstisch“

Cavallo weiter: „Jetzt liegt wenigstens etwas auf dem Verhandlungstisch – auch wenn das meilenweit von unseren Vorstellungen entfernt ist.“

Den Vorstand forderte Cavallo auf, gemeinsam ein Zukunftskonzept für Volkswagen zu erarbeiten. „Jede Krise ist immer gemeinsam mit dem Betriebsrat und der IG Metall gemeistert worden. Und genau diesen Weg möchten wir einschlagen.“

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