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Vor Thüringen-Wahl: Migrations-Zoff zwischen Spitzenkandidaten | Politik

Vor Thüringen-Wahl: Migrations-Zoff zwischen Spitzenkandidaten | Politik
Okundu
29 Ağustos 2024 - 5:20

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Bei dieser TV-Schlacht bekamen es die Politiker mit den Wählern selbst zu tun!

In der MDR-Wahlarena „Fakt ist!“ am Montagabend konfrontierten 40 Bürger die sieben Spitzenkandidaten für die Thüringer Landtagswahl mit ihrer Wut.

▶︎ Wie sehr ihnen vor allem das Top-Thema Migration auf den Nägeln brennt, zeigte Jürgen Hartmann (74) aus Wickerstedt: „Bestimmte Dinge wie Multikulti sind aus dem Ruder gelaufen. Das zeigen viele Beispiele seit 2015 wie die Vorfälle in Mannheim oder jetzt in Solingen. Ich mache mir Riesensorgen um meine Enkel, weil wir das nicht in den Griff bekommen.“

SPD-Kandidat Georg Maier (57) versprach 1800 zusätzliche Polizisten, Videoüberwachung, die modernsten Polizeischule Deutschlands und Waffenverbotszonen.

Für CDU-Bewerber Mario Voigt (48) nicht genug: „Wir haben bereits das härteste Waffenrecht der Welt. Es geht nicht um Messerverbote, sondern um diejenigen, die das Messer in der Hand haben. Thüringen braucht Rückführungszentren, für die, die zu Unrecht hier sind und eigene Abschiebehaftplätze für Straffällige.“

[–>▶︎ Eine Unternehmerin wollte wissen, wie die Parteien mit einem Wählerwillen von 30 Prozent der AfD-Wähler umgeht?

Voigt nutzte die Chance für eine Attacke gegen AfD-Konkurrent Björn Höcke (52). „Es geht nicht um Brandmauern, sondern Prinzipien. Herr Höcke hat am Wochenende in Sömmerda gesagt, dass er mittelständischen Thüringer Unternehmen schwere, schwere wirtschaftliche Turbulenzen wünscht.“ Höcke hakte sofort ein: „Das ist absurd. Eine Lüge.“ Daraufhin Voigt: „Sie sind auf Video.“

Auch von den Talkgästen bekam Höcke Feuer. Einer wollte wissen, wie Höcke das Wahlversprechen von 10 000 Euro Babyprämie finanzieren will. Nach Höckes Antwort warf er dem AfD-Mann vor, um den heißen Brei zu reden.

Diagramm: So würde Thüringen wählen

Eine Dame schimpfte auf die BSW-Kandidatin: „Ich freue mich, dass ich von Frau Wolf mal ein Gesicht sehe. In meiner Stadt hängen 54 Wagenknecht-Plakate. Auf keinem ist Frau Wolf zu sehen. Wenn sie sagen, sie sind keine sozialistische Kandidatin, dann haben sie sich die falsche Partei ausgesucht.“

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen versprach Ministerpräsident Bodo Ramelow (68, Linke): „Ich unterstütze den demokratischen Kandidaten, der die meisten Stimmen bekommt bei der Aufnahme der Gespräche, falls ich es nicht bin.“

Den größten Applaus bekam aber Cornelia Köster aus Zella-Mehlis. Ihr Appell: „Bitte setzen Sie sich nach der Wahl zusammen, gehen sie von ihren Ansprüchen zurück und setzen sie eine vernünftige Landesregierung auf die Bühne. Das würde ich mir von allen wünschen.“

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