Berlin – Neue Zahlen wirbeln die Rangliste der Bürgergeld-Bezieher kräftig durcheinander!
Vor einigen Wochen sorgte eine Bundestags-Anfrage für Schlagzeilen. Die AfD wollte von der Bundesregierung wissen, welche Vornamen bei Bürgergeld -Empfängern am häufigsten vorkommen. Laut der Antwort der Bundesregierung hießen die Bürgergeld-Empfänger am häufigsten Michael. Danach kamen die Vornamen Andreas, Thomas und Daniel.
Doch es gab offenbar einen Haken: In der offiziellen Liste wurden Vornamen, die unterschiedlich geschrieben werden, getrennt aufgeführt. Zum Beispiel wurden die Schreibweisen Thomas und Tomas getrennt gezählt, ebenso wie Mohammed und Mohamed. Dadurch tauchten diese Namen mehrfach auf, aber jeweils weiter hinten in der Rangfolge.
Mohammed liefert das Musterbeispiel für diese Verzerrung, da es von diesem häufig auftretenden Vornamen besonders viele Schreibweisen in vielen Sprachen gibt.
Deshalb hat der AfD -Abgeordnete René Springer (46) bei der Bundesregierung ergänzende Daten zu den Vornamen angefragt und die Mehrfach-Schreibweisen zusammenfassen lassen. Die Antwort liegt BILD vor – und sie verändert die Reihenfolge deutlich.
Mohammed auf der Eins
An erster Stelle liegt nun Mohammed in 19 Schreibweisen und Varianten (u.a. Mohamed, Muhammad, Mohammad, Mahamadou, Mhammed) – mit zusammengerechnet fast 40.000 Einträgen.
Zuvor lag der Name in der Schreibweise „Mohammad“ auf Platz 11, „Mohamad“ auf Platz 21. In der Schreibweise „Mohammed“ lag der Name gar nicht unter den Top 50 (mit 5010 Nennungen).
Auf Platz zwei folgt Michael (bzw. Michel, Mischa, Maik) mit 24.660 Nennungen, dahinter Ahmad mit 20.660.
Namen mit weniger Varianten wie Andreas (kommt zusammen mit André, Andi und Andy auf 18.420 Nennungen) oder Thomas (bzw. Tomas, Tom und Tommy) verlieren dadurch Plätze. Ahmad (in 13 Varianten mit Achmet, Amed, etc.) steigt dagegen auf Platz 3 auf.
Ein Hinweis zur Statistik: Die Zahlen stammen nur aus Jobcentern in gemeinsamer Einrichtung (gE), also dort, wo die Bundesagentur für Arbeit mit den Kommunen zusammenarbeitet. Heißt: Sie liefern kein vollständiges Bild aller Jobcenter.
Die Bundesregierung betont in ihrer Antwort außerdem ausdrücklich, dass aus einem Vornamen nicht automatisch auf die Nationalität geschlossen werden kann.
Laut Bundesagentur für Arbeit bezogen Ende 2024 insgesamt 5,42 Millionen Menschen in Deutschland Bürgergeld. Darunter waren 2,82 Millionen Deutsche (52 %) und 2,60 Millionen Ausländer (48 %).