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Wahl-Krimi in Thüringen!
Nach aktuellen Hochrechnungen wären drei Koalitionen mit einer Mehrheit möglich – doch von denen wollen die Parteien nichts wissen.
App-Nutzer kommen hier zum interaktiven Koalitionsrechner.
► BSW und AfD könnten gemeinsame Sache machen, kämen zusammen in Thüringen auf 46 Sitze. Doch BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (55) will keine Regierungskoalition mit den Rechtsaußen. Sie sagte in der ARD: „Wir haben immer gesagt, mit Herrn Höcke können wir nicht zusammenarbeiten. Er vertritt ein völkisches Weltbild. Das ist meilenweit von uns entfernt.“
► Alternativ hätte eine Koalition aus CDU, BSW und Linke eine Mehrheit. Außerdem ein Bündnis von AfD und CDU.
ABER: Sowohl gegen die AfD als auch die Linke hat die CDU einen Unvereinbarkeitsbeschluss gefasst. Heißt: KEINE Koalitionsbildung mit diesen beiden Parteien.
Ein Wahl-Krimi, inklusive Patt-Situation! Denn wenn die CDU regieren will, müsste sie in jedem Fall eine ihrer Brandmauern einreißen.
Ein möglicher Strohhalm: Gäbe es Überläufer von den Linken zum BSW, könnten sich die Mehrheitsverhältnisse womöglich nochmal verändern. Dann wäre ein Zweierbündnis zwischen CDU und BSW denkbar.
BSW werde sich „natürlich“ die AfD-Anträge anschauen
Und Wagenknecht?
Angesprochen darauf, dass sie früher doch gesagt habe, dass sie sich eine andere Form der Zusammenarbeit mit der AfD vorstellen könnte, entgegnete Wagenknecht allerdings: „Ich habe gesagt, dass die bisherige hysterische Art und Weise mit der AfD umzugehen, die AfD erkennbar immer stärker gemacht hat.“
So werde sich das BSW „natürlich“ die Anträge der AfD anschauen. In einer Demokratie sollte jede Partei, die Anträge einbringt, „normale Verfahren erwarten“. Das bedeute, dass „am Ende immer entschieden wird, ob der Antrag richtig oder falsch ist.“
Sollte die Höcke-AfD einmal etwas Unterstützenswertes durchsetzen, „zum Beispiel, wenn ein Krankenhaus geschlossen werden soll und ein Antrag es retten will“, dann könne der BSW natürlich „einem solchen Antrag zustimmen“, so die Linken-Abtrünnige.
Wagenknecht wiegelte ab: „Das hat die CDU ja in der Vergangenheit bereits auch getan, sie hat ja auch Gesetze mit der AfD gemacht. So neu ist das gar nicht, nur man will uns hier in eine Ecke stellen und diskreditieren. Aber die Wähler haben sich zum Glück nicht beeindrucken lassen.“


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