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Wahl USA: Familie rät Joe Biden zum Kampf | Politik

Wahl USA: Familie rät Joe Biden zum Kampf | Politik
Okundu
01 Temmuz 2024 - 6:29

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Macht er weiter oder steigt er aus?

Joe Biden (81) zog sich am Wochenende mit seiner gesamten Familie in den Sommersitz der US-Präsidenten Camp David zurück. Dort beriet der Clan über seine Zukunft, über Amerikas Zukunft und über die der Welt.

Der Tenor in den US-Medien lautete zuvor: Nur seine Frau Jill (73) und er selbst werden entscheiden. Doch inzwischen ist klar: Auch seine Kinder haben sein Ohr – Sohn Hunter (54, aus seiner ersten Ehe) und Tochter Ashley (43).

Kampf ums GREISE HausBiden strauchelt – Trump pöbelt

Teaser-Bild

Quelle: BILD

Als Amerika am Tag nach der historischen Debatte (nie zuvor traten ein amtierender und ein Ex-Präsident gegeneinander an, nie zuvor lieferte ein Kandidat eine so erschütternde Vorstellung ab) sich fragte, ob dieser Joe Biden noch fit genug ist, um ihr Land vier weitere Jahre zu regieren, tat der erst mal so, als sei nichts gewesen.

Auf einer Wahlkampfveranstaltung zeigte er am nächsten Tag die Zähne, von denen im TV-Duell gegen Donald Trump (78) und seine Unwahrheiten nichts zu sehen war. Er ballte die Faust und erklärte über seinen möglichen Rücktritt: „Ich denke ja gar nicht daran.“

Seine Online-Kampagne schickte siegreiche E-Mails heraus: „Wir sind nach der Debatte aufgeheizt.“ Und am Samstag landete er mit dem Helikopter Marine One in den Hamptons, um im Sommer-Anwesen des Hedgefonds-Milliardärs Barry Rosenthal (72) Geld für seine Kriegskasse zu sammeln.

Dort erklärte er über die Debatte: „Ich hatte keine gute Nacht. Aber Trump auch nicht.“

Familie-Foto aus der Vergangenheit: Joe und Jill Biden mit den Kinder Hunter, Ashley und Beau (v.l.n.r). Die Familie beriet am Wochenende in Camp David über die Zukunft des Präsidenten

Familie-Foto aus der Vergangenheit: Joe und Jill Biden mit den Kinder Hunter, Ashley und Beau (v.l.n.r). Die Familie beriet am Wochenende in Camp David über die Zukunft des Präsidenten

Foto: Dr. Jill Biden

Doch zu diesem Zeitpunkt hatten die einflussreiche New York Times, das Magazin New Yorker und die Zeitung Atlanta Journal-Constitution bereits seinen Rücktritt gefordert – im Dienste Amerikas!

Ihr Ruf blieb beim Biden-Clan ungehört.

First Lady Jill, die in den USA bereits Schatten-Präsidentin genannt wird, hatte bereits am Freitag einen Hinweis auf ihre Meinung gegeben und gesagt: „Joe ist der Einzige, der es kann.“

Der Rest der Familie sieht es ähnlich.

Da geht's lang, scheint Hunter Biden (r.) seinem Vater Joe zu sagen. Links: Hunters zweite Frau Melissa

Da geht’s lang, scheint Hunter Biden (r.) seinem Vater Joe zu sagen. Links: Hunters zweite Frau Melissa

Foto: Manuel Balce Ceneta/dpa

In Camp David berieten die Mitglieder am Sonntag in aller Ruhe und kamen alle zu Wort:

Der Skandal umgebene Hunter ist gerade erst von einem Gericht wegen illegalem Waffenkauf verurteilt worden. Doch der Präsident liebt und schätzt ihn. Und er ist Dauergast im Oval Office.

Hunter war laut Insider-Informanten und laut New York Times der vehementeste Vertreter, der seinem Vater sagte: Du musst weiter machen!

Tochter Ashley ist derweil eine politische Aktivistin und spielt seit Langem bei den Wahlkämpfen ihres Vaters eine Berater-Rolle. Ihr Wort hat fast so viel Gewicht wie das ihrer Mutter Jill. Und: Sie gilt als genauso ehrgeizig, ist überzeugt, dass ihr Vater auch weiterhin der richtige Mann für Amerika ist. Ihr angeblicher Rat: „Aufstehen und kämpfen.“

Schließlich waren da noch die Enkel. Hunter Bidens Kinder Naomi (30), Finnegan (23) und Maisy (22), Navy Joan (5) und Beau Biden Jr. (4). Sowie die Kinder des toten Beau: Natalie (19), Robert II (18). Die älteren von ihnen fragten vor allem: Wie können wir dir im Wahlkampf helfen, Opa?

Seine Top-Berater haben es verbockt

„Die gesamte Familie ist sich einig“, sagte der Informant der New York Times.

Und sie hatte auch eine Erklärung für die katastrophale Vorstellung vom vergangenen Donnerstag: Biden Berater Ron Klain, Anita Dunn und Bob Bauer, die den Präsidenten eine Woche lang vorbereitet hatten, lagen komplett falsch. Sie hätten Biden geimpft, so viele Details und Statistiken wie möglich einzubringen.

Nicht zuletzt deshalb habe er besonders am Anfang wie ein Aufziehmännchen gewirkt, das so schnell plapperte, dass es kaum zu verstehen war.

Doch es gab nicht nur Schuldzuweisungen. Die Familie wollte auch sehen, wie es ihrem Clan-Oberhaupt nach den anstrengenden vergangenen Wochen geht. Denn vor seiner Greisen-Debatte hatte er einen Marathon hinter sich gebracht: Wahlkampf, Reisen zum D-Day in Frankreich und G7-Treffen in Italien, die Kriege in Gaza und Ukraine sowie die Einwanderungskrise und Inflation.

Heute wird der Präsident wieder nach Washington D.C. fliegen. Er brennt angeblich darauf, seinen Patzer wettzumachen und auf Wahlkampf-Tour zu gehen.

Aber erst mal wird in dieser Woche gefeiert: 4th of July – Independence Day (Tag der amerikanischen Unabhängigkeit von England).

Das Feuerwerk will Joe Biden sich am Strand seines Heimatortes in Delaware ansehen. Ein Datum, das ihn vermutlich ebenfalls zum Weitermachen stimmen wird. Denn anders als Trump sieht Biden Amerika immer noch als Polizisten der Welt, der alle westlichen Demokratien verteidigt und an der Seite seiner Verbündeten steht.

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