Wegen 583.000 Euro: Handball-Klub hat Zoff mit Multi-Millionär | Sport

21.09.2025 - Pazar 04:06

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Sie steht seit April 2000, sie wurde anlässlich der Weltausstellung, die damals für fünf Monate in Hannover zelebriert wurde, erbaut.

Inzwischen ist die ZAG-Arena 25 Jahre alt, sie trägt jetzt ihren vierten Namen. Eines blieb in all den Jahren aber immer gleich: rund um die Multifunktionshalle und ihren Eigentümer Günter Papenburg (86), zu dessen langjährigen Freunden auch Ex-Kanzler Gerhard Schröder (81) zählt, gab es immer wieder Ärger und Gerichts-Prozesse.

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Foto: BILD

Handball-Klub hat Zoff mit Multi-Millionär

Aktuell kann die TSV Hannover-Burgdorf aus der Daikin Handball-Bundesliga ein trauriges Lied davon singen. Die Niedersachsen waren vergangene Saison hinter dem THW Kiel Vizemeister beim Zuschauer-Schnitt.

Der rege Zuspruch zwingt den Klub nun am Mittwoch in das Landgericht Hannover, weil Papenburg wegen unter anderem angeblich höheren Energie-, Security- und Reinigungskosten vom Handball-Klub eine Mietnachzahlung von 583.000 Euro fordert.

Günter Papenburg, Altkanzler Gerhard Schröder und Herzchirurg Prof. Dr. med. Axel Haverich (v.l.) vor Papenburgs Loge in seiner Arena

Günter Papenburg, Altkanzler Gerhard Schröder und Herzchirurg Prof. Dr. med. Axel Haverich (v.l.) vor Papenburgs Loge in seiner Arena

Foto: BrauerPhotos / localpic

Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, hatte Papenburg den bis 2030 geschlossenen Mietvertrag mit den Handballern gekündigt. Dagegen wehrte sich der Klub erfolgreich und erwirkte im Sommer per einstweiliger Verfügung seinen Verbleib in der Arena.

Die TSV Hannover-Burgdorf dürfte schon allein durch Papenburgs Nachforderung einen Spitzenplatz bei den Miet-Kosten in der gesamten Liga einnehmen.

Die Zusammenarbeit beider Seiten ist seit der Saison 2017/18 geprägt von regelmäßigen Streitereien, es ging und geht immer um Geld. Dennoch setzt der Verein weiter auf seine inzwischen vertraute Spielstätte. Klub-Geschäftsführer Eike Korsen (42): „Ich vertraue auf das Gute, ich vertraue auf das Vernünftige und bin überzeugt, dass sich das in der Zukunft bestätigen wird.“

Betroffen von Papenburgs Streitlust und Unlust auf geschlossene Verträge waren zuvor schon der ehemalige Eishockey-Meister Hannover Scorpions und Handball-Traditionsklub GWD Minden.

Die Ostwestfalen gingen in der Saison 2004/05 das Wagnis ein, einen Teil ihrer Heimspiele in Papenburgs Arena auszutragen. Die Liaison endete im Streit und – natürlich – im Landgericht Hannover. Minden erstritt sich damals eine Entschädigung von über 300.000 Euro.

Die TSV Hannover-Burgdorf wäre schon froh, mal eine Saison ohne Scharmützel mit Bau-Multi Papenburg spielen zu können. Klub-Chef Korsen: „Unser Ziel war und ist, die Kräfte weiterhin gemeinsam zu bündeln. Und die jeweiligen Potenziale gegenseitig zu heben.“

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Quelle: DYN

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