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Das war überschaubar: Mit gewaltigem Prunk und Massen von Soldaten feierte Russen-Diktator Wladimir Putin auf dem Roten Platz in Moskau den 80. Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland!
Doch die glänzende Show mit ordenbehängten Veteranen und strahlenden Kämpfern wurde zur überschaubaren Parade eines Kriegsverbrechers, der in der Welt kaum noch Freunde und bei Weitem zu wenig Waffen hat, um sein Image von der Weltmacht zu pflegen, vor der der Westen zittern müsste.
Pünktlich um 10 Uhr, mit dem Glockenklang des Erlöser-Turms an der Kremlmauer, begann die perfekt inszenierte Massenshow. In der wulstigen Aurus-Limousine begrüßte Verteidigungsminister Andrej Belloussow zunächst die angetretenen rund 10.000 Soldaten mit todernster Miene, übergab dann – nach immerhin 15 Minuten – die Regie an Putin.
Fuhr im „Aurus“-Cabrio die Parade ab: Russlands Verteidigungsminister Andrej Beloussow (66)
Der beschwor in seiner Rede den Kampfgeist der Roten Armee, die vor 80 Jahren Hitlers Wehrmacht besiegte – und setzte den damaligen Sieg mit seinem Überfall auf die Ukraine gleich: „Russland bleibt ein unüberwindbares Hindernis für Nazismus, Russenhass und Antisemitismus.“ Seine Armee werde weiterhin „mit den Exzessen kämpfen, die die Schergen dieser aggressiven zerstörerischen Ideen verüben“. Gemeint: das ukrainische Volk und seine demokratisch gewählte Führung, sagte Putin in seiner Rede.
Redner Wladimir Putin (72) bei seiner Rede auf dem Roten Platz. Im Hintergrund die berühmte Basilius-Kathedrale
Das Wort „Krieg“ vermied Putin in Bezug auf den Überfall auf die Ukraine erneut. Das russische Volk stehe „hinter der militärischen Spezialoperation“ in der Ukraine. Russland kämpfe stets „für Wahrheit und Recht“.
Applaus gab es dafür aus den Reihen der wenigen Staatsgäste, die Putins Einladung gefolgt waren, darunter vor allem Chinas Staatschef Xi Jinping, den Putin ganz besonders mit seiner Parade beeindrucken wollte.
IHN wollte Putin vor allem beeindrucken: Chinas Staatschef Xi Jinping (71) saß direkt neben dem Gastgeber
Doch was Xi dann zu sehen bekam, deutete eher an, wie knapp die Ressourcen der russischen Armee nach 3 Jahren Ukraine-Krieg geworden sind.
Zunächst marschierten endlose Reihen von Soldaten an der Tribüne vorbei – darunter auch Truppen aus Waffenbruder-Ländern wie China, Laos, Myanmar und Ägypten.
Erst dann folgte die Waffen-Show: Angeführt von historischen T-34-Panzern aus dem Zweiten Weltkrieg rollten zwar Dutzende moderne Kampfpanzer über den Roten Platz, einige Raketen (unter anderem vom Typ Iskander), Abschuss-Lafetten, Drohnen, Kampfjets – doch nach gut 10 Minuten war die Vorführung der Waffen auch schon vorbei. Bei insgesamt 70 Minuten Parade-Zeit!
Fuhren in lockerer Reihe vorbei: Panzer- und Schützenwagen der russischen Armee
Eine Flugzeug-Formation malte zum Abschluss die weiß-blau-rote Flagge Russlands an den Himmel. Und Putin schritt händeschüttelnd die Reihe der Staatsgäste ab – darunter neben Xi aus Peking (saß neben Putin) auch Venezuelas Diktator Maduro (62), Brasilien-Präsident Lula da Silva (79), der slowakische Premier Robert Fico (60) und Belarus-Diktator Alexander Lukaschenko (70). Viele andere Staatsgäste – vor allem aus dem Westen – hatten schon zuvor klargestellt, dass sie Putins-Propaganda-Show nicht mit ihrer Anwesenheit ehren würden …
Finale: Russen-Jets malen die russische Fahne an den Himmel
Auffällig: Um die Waffenreihen länger und gewaltiger wirken zu lassen, setzte Putins Regie mobile Mini-Kameras an Panzern und sogar an den Helmen von Soldaten ein, um durch immer neue Schnitte und Schwenks die Zahl der Waffen optisch zu vergrößern.
Kam aus Hollywood geflogen: Star-Regisseur Oliver Stone (78, „Wall Street“, l.) war ebenfalls Putins Gast bei der Siegesfeier
Tipps dazu könnte er auch von einem besonderen Gast aus den USA bekommen haben: dem Hollywood-Star-Regisseur Oliver Stone, der den Kreml-Fürsten für eine neue Doku begleitet und ebenfalls an der Prunk-Parade teilnahm.
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Apsny News


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