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Kiel – „Extra-Wurst“ für Muslime? Eine Pressemitteilung des Bildungsministeriums Schleswig-Holsteins sorgte für Wirbel: Muslime können hier ab Frühjahr 2026 an Ramadan und zum Opferfest frei machen. Sofort war von zusätzlichen freien Tagen für muslimische Bürger die Rede.
Anlass ist ein Vertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Landesverband der Islamischen Kulturzentren Norddeutschland. Im Vertragstext des Landes steht, dass „Beamte, Beschäftigte sowie Schüler an diesen Tagen freigestellt werden können“. Doch der Teufel steckt hier im Detail …
Bekommen die Muslime dafür zwei Extra-Feiertage? „Nein“, sagt nun Wilko Huper, Sprecher des Bildungsministeriums, zu BILD: „Es gibt keine zusätzlichen gesetzlichen Feiertage. Es kann ein Antrag auf Urlaub gestellt werden, den der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen auch ablehnen kann.“ Heißt: Wenn ein Muslim freihaben will, ist das ein Urlaubstag. Das bestätigt auch die Staatskanzlei der Schleswig-Holstein-Regierung gegenüber BILD.
Warum hat das Bundesland dann die „Feiertage“ eingeführt? Nur als Symbol! Ministerin Dorit Stenke (65, CDU): „Dieser Vertrag ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung und Gleichbehandlung der Religionsgemeinschaften. Menschen muslimischen Glaubens sind Teil unserer Gesellschaft.“
Wie ist die Regelung für Muslime in anderen Bundesländern? Bisher gibt es keine offiziellen Extra-Feiertage für Muslime – weder bei der Arbeit noch in der Schule. Aber in Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Berlin gibt es ähnliche Regelungen.
Heißt konkret: Schüler dürfen entschuldigt am Ramadan- und Opferfest zu Hause bleiben, Muslime dürfen an diesen Tagen Urlaub nehmen.
Gilt die Regelung für den Wohn- oder den Arbeitsort? Die Feiertage gelten für den Arbeitsort. Ist der in Schleswig-Holstein, haben Muslime an den beiden Tagen die Möglichkeit, freizunehmen. Für die 250.000 Pendler (etwa nach Hamburg) gilt die Regelung des Arbeitsortes.
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Apsny News


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