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Seit mehr als zwei Jahren hat Lena Oberdorf (24) mehr Reha-Räume gesehen als Trainingsplätze oder Fußball-Stadien. Nach zwei Kreuzbandrissen und ihrem Comeback vor wenigen Wochen bremst die Mittelfeldspielerin des FC Bayern aktuell eine Belastungsreaktion im Knie aus. Die WM im kommenden Sommer ist aber noch lange nicht abgehakt. Mit Bundestrainer Christian Wück (53) gibt es einen Geheimpakt für Brasilien.
Dieses Jahr keine Länderspiele für Oberdorf
Anfang September hatte sich Oberdorf nach ihrem zweiten Kreuzbandriss zurückgekämpft, hatte ein starkes Comeback für Bayern. Was da kaum jemand weiß: Bundestrainer Wück und das einstige Mega-Talent sprechen heimlich über die WM-Planung. Der Pakt: In diesem Jahr spielt „Obi“ noch keine Rolle für die Nationalmannschaft. „Wir lassen sie in diesem Jahr komplett in Ruhe, sie soll sich ganz auf Bayern konzentrieren und zu Spielzeiten kommen“, sagt der Coach.
Der weitere Plan: Im Februar setzen sich Oberdorf und Wück zusammen, besprechen, wie weit die Münchnerin ist und ob sie in der Nations League für das WM-Team aufgebaut wird. Das hängt vor allem daran, wie sich das Knie stabilisiert und ob sie sich bei den Bayern bis in die Startelf spielt.
Bundestrainer Christian Wück (53)
Wück hofft auf gesunde „Obi“ für die WM
Aber klar ist: Wück hofft auf eine gesunde Oberdorf für die WM. „Wir müssen uns nicht über die Qualität von Lena Oberdorf unterhalten. Sie hat in den zwei Spielen, die sie für Bayern gespielt hatte, gezeigt, welche Klasse in ihr steckt“, sagt der Bundestrainer: „Lena hat eine Qualität, die wir in der Nationalmannschaft gut gebrauchen können.“
Denn während es auf einigen Positionen einen harten Konkurrenzkampf gibt, ist die DFB-Elf im zentralen Mittelfeld nicht so üppig besetzt. „Es gibt Positionen, auf denen ich noch nicht mit der Quantität zufrieden bin“, sagt Wück. „Wenn im defensiven Mittelfeld Sjoeke Nüsken oder Elisa Senß ausfallen würden, dann wird es schon eng. Dann hätten wir noch eine oder zwei. Da müssten wir für eine deutsche Nationalmannschaft viel mehr Alternativen finden.“
Auszeit bei Freundin auf Teneriffa
Oberdorf könnte die Lücke bei der WM schließen. Der aktuelle Stand bei ihr: Nach ihrem Rückschlag verbrachte sie einige Tage bei ihrer Freundin und Ex-Bayern-Spielerin Natalia Padilla (23) auf Teneriffa, wo die Polin seit diesem Sommer spielt. Nun ist „Obi“ wieder im Aufbautraining in München.
Ihr Comeback soll näher rücken. Bayern-Trainer José Barcala (45) sagt: „Ihre Verletzung ist eine typische Reaktion nach zwei Kreuzbandrissen. Das ist natürlich ein bisschen enttäuschend für Lena, aber wir müssen uns keine Sorgen machen, sondern einfach ruhig bleiben und ihr die Zeit geben, die sie braucht.“
Oberdorf sei trotz der Pause gefestigt. „Man muss akzeptieren, dass der Prozess nicht so schnell verläuft, wie wir es uns gewünscht hätten. Aber man kann sich nicht vorstellen, wie mental stark Lena ist. Sie hat bisher alles mit großer Reife durchgestanden. Jetzt weiß sie, dass es kein großes Problem ist.“ Und so soll Oberdorf bald wieder für Bayern spielen – und für Deutschland.
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Apsny News


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