Wochen der Wahrheit: Sind wir noch regierbar? | Politik

02.02.2025 - Pazar 19:46

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Als Friedrich Merz am Freitag, um 18.22 Uhr, den Reichstag verlässt, ist Deutschland um eine Erkenntnis reicher: Im Parlament gibt es keine Mehrheit für den Mehrheitswillen der Bürger. Eine Woche lang stritt der CDU-Chef mit SPD, Grünen und FDP um sein Asyl-Gesetz. Und verlor.

Es ist Freitag, der 31. Januar, 18.22 Uhr, als CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz den Deutschen Bundestag verlässt. Die Jacke über den Schultern. Gewonnen hat er nicht, aber wenigstens gewagt!

Nur 338 Abgeordnete haben FÜR sein Zustrombegrenzungsgesetz gestimmt, 349 dagegen. 12 Unions-Stimmen fehlten. Bei der FDP ging sogar ein Viertel der Fraktion von der Fahne. Ein Desaster!

Bevor er in der Panzer-Limousine zum Wahlkampf nach Thüringen fährt, gibt er noch eine Pressekonferenz an der Seite von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt (54): „Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht“, sagt er leicht verschwitzt. „Aber ich bin mit mir persönlich im Reinen, dass ich es wenigstens versucht habe. Das schulden wir den Bürgern, das schulden wir den Familien der Opfer.“

CDU-Parteichef Friedrich Merz verlässt am Freitag den Bundestags-Plenarsaal

CDU-Parteichef Friedrich Merz verlässt am Freitag den Bundestags-Plenarsaal

Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Merz und Deutschland haben eine Woche hinter sich, an deren Ende man sich fragt: Wie wollen DIE in Berlin uns noch regieren? Bei all dem, was sich SPD, Grüne, FDP und Union an den Kopf geknallt haben: „Lügengeschichten“, „Schmierentheater“, „Sündenfall“, „Tor zur Hölle“, „moralisch bankkrott“.

Wie konnte es nur so weit kommen?

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