ZDF-Reporter nennt eigene Sendung „nicht repräsentativ“ | Politik

07.02.2025 - Cuma 11:12

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Hier bahnt sich ein echter TV-Skandal an: Das ZDF hat offenbar absichtlich die Stimmung in einer Wahlsendung durch einseitige Auswahl des Publikums zugunsten von Linken und Grünen massiv beeinflusst. Dieser Verdacht steht nach der Ausstrahlung der Sendung „Schlagabtausch“ am Donnerstag im Raum! Ein Mitarbeiter des Senders hat die politisch eindimensionale Besetzung im Saal sogar schon zugegeben.

Bei dem Format durften die Vertreter kleinerer Parteien ihre Argumente zur Bundestagswahl 2025 austauschen.

Mit dabei: FDP-Vorsitzender Christian Lindner, BSW-Chefin Sahra Wagenknecht, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Grünen-Parteichef Felix Banaszak sowie der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla und Linken-Bundesvorsitzender Jan van Aken.

Auffällig: Schon bei der Begrüßung der Talk-Teilnehmer wurde im Saal nur bei Banaszak und van Aken geklatscht. Und auch während der Sendung verliefen die Sympathie-Bekundungen einseitig Richtung Öko-Partei und zu den Linken.

Sein Ausraster wurde bejubelt: Jan van Aken (63) machte Punkte, weil er die AfD attackierte

Sein Ausraster wurde bejubelt: Jan van Aken (63) machte Punkte, weil er die AfD attackierte

Foto: Christoph Soeder/dpa

Besetzung „nicht repräsentativ“

In der Analyse nach der Sendung im „heute journal up:date“ gab Hauptstadtkorrespondent Dominik Rzepka ganz offen zu, dass das Publikum parteiisch war. Er beschrieb einen Wutausbruch van Akens Richtung Chrupalla („Jetzt halten sie mal ihren rechten Rand“), bei dem die Zuschauer johlten.

Rzepka: „Da kann man schon sagen – im Publikum saßen relativ viele Zuschauer von der HU Berlin und FU Berlin. Das sind zwei eher linke Universitäten hier bei uns in Berlin, die extra angeschrieben und eingeladen wurden. Es war so gesehen nicht wirklich repräsentativ.“

Im Klartext: Linksgrüne Bewunderer wurden offenbar bevorzugt gecastet!

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Im Netz überschlagen sich die Reaktionen ob der ungleichen Verteilung der Partei-Anhänger!

Jan-Marco Luczak (CDU) motzt bei X, die Einseitigkeit des eingeladenen Publikums spotte der verfassungsrechtlich geforderten Neutralität des ÖRR Hohn: „Merkt Ihr noch was? So macht ihr die AfD erst richtig groß.“

Andere User nennen die Sendung „Tiefpunkt des Wahlkampfs“ oder „linke Shitshow“.

Kubicki fordert Aufklärung vom ZDF

Ist sauer auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wolfgang Kubicki (72, FDP)

Ist sauer auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Wolfgang Kubicki (72, FDP)

Foto: Michael Kappeler/dpa

Auch FDP-Legende Wolfgang Kubicki (72) ist sauer, sagt zu BILD: „Ich fordere das ZDF auf, sich zur linken Publikumsauswahl in der Sendung ,Schlagabtausch’ zu erklären. Es ist offensichtlich, dass Grüne und Linke ihre Claqueure zielgerichtet in diese Sendung geschleust haben, um das Meinungsbild der Fernsehzuschauer zu beeinflussen.“

Und weiter urteilt er: „Wenn dann in der weiteren Berichterstattung des ÖRR, zum Beispiel im Deutschlandfunk, dieses schiefe Applausbild einfach ohne Einordnung eingespielt wird, wirkt diese Form der Beeinflussung. So etwas darf im Wahlkampf nicht passieren.“

Auf BILD-Anfrage eiert das ZDF rum, widerspricht gar dem eigenen Reporter. Interessierte Bürger hätten sich für die Sendung bewerben können, es waren 127 zu Gast.

„Bei solchen Sendungen ohne direkte Publikumsbeteiligung ergibt sich daraus in der Regel eine ausgewogene Verteilung. Die politische Einstellung wird nicht abgefragt. Dass es im Verlauf der Sendung dennoch zu einseitigen Reaktionen gekommen ist, bedauern wir. Während der Sendung konnte die Redaktion aber keinen Einfluss darauf nehmen“, so ein Sprecher.

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