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Paris/Ramallah – Die Knaller-Ansage von Emmanuel Macron wirbelt die westliche Welt auf! Der französische Präsident will im September vor der UNO-Vollversammlung einen Palästinenserstaat anerkennen.
In einem Brief an Mahmud Abbas (89), dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, lobt Macron: „Sie haben die terroristischen Angriffe vom 7. Oktober 2023 verurteilt, die sofortige Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln gefordert, die Entwaffnung der Hamas und deren Rückzug aus der Regierung von Gaza gefordert.“
In dem Brief, den er auch auf seinem X-Account postete, schreibt Macron weiter: „Ich begrüße dieses mutige Engagement und versichere Ihnen im Gegenzug die Mobilisierung Frankreichs zugunsten der Umsetzung der Zwei-Staaten-Lösung: Israel und Palästina, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben.“ Er habe „die Ehre“ zu bestätigen, dass Frankreich „angesichts Ihrer eingegangenen Verpflichtungen Palästina vollständig als Staat anerkennen wird“, so Macron an Abbas.
Ist der Palästinenser-Chef also ein Terror-Gegner? Die Fakten lassen daran starke Zweifel aufkommen.
Macron und Abbas am Rande einer UNO-Konferenz in New York (September 2024) – bis dahin hatte der Palästinenser-Chef den 7. Oktober noch nicht verurteilt
Denn Abbas scheint sich nur ein einziges Mal zu einer Verurteilung des Terrors vom 7. Oktober durchgerungen zu haben – mit dem expliziten Ziel, Macron zu seiner Palästina-Ankündigung zu bewegen.
▶︎ Erst am 10. Juni 2025 schrieb der Palästinenser-Chef Macron und Saudi-Prinz Mohammed Bin Salman (39) im Vorfeld einer UN-Konferenz zur Zwei-Staaten-Lösung: „Was die Hamas im Oktober 2023 getan hat, als sie Zivilisten tötete und als Geiseln nahm, ist inakzeptabel und verwerflich, und die Hamas muss alle Geiseln unverzüglich freilassen.“ Mit diesem Satz lieferte er Macron den Anlass, den Palästinenserstaat anzuerkennen, sodass es nach außen hin nicht nach einer Belohnung für den Terror aussieht.
Allerdings: Zur gleichen Zeit äußerte sich der Palästinenser-Chef nach innen ganz anders.
Denn nur zwei Tage zuvor erschien ein Interview mit Mahmud Abbas im offiziellen Sprachrohr der Palästinensischen Autonomiebehörde „Al-Hayat Al-Jadida“. Und darin lobte er die Hamas-Massaker!
„Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen plötzlichen Angriff, tötete 1200 Israelis, entführte 250 weitere und nahm sie als Geiseln. Dieser Angriff erschütterte die Grundfesten des israelischen Staates“, sagte Abbas. Diese „Operation“ habe „die falschen Behauptungen entlarvt, dass (Israel) über eine unbesiegbare Armee verfügt“. Das Versagen der israelischen Sicherheitsdienste habe die palästinensische Position gestärkt.
Kritik an der Hamas äußerte er dagegen nur, weil sie mit dem 7. Oktober auch großes Leid über die Bewohner des Gazastreifens gebracht habe. Die „Schäden und schweren Verluste, die die Bewohner des Gazastreifens erlitten haben“, würden die Vorteile der Terror-Operation überwiegen, sagte Abbas.
Schon zuvor hatte er die Hamas dafür kritisiert, Israel „Ausreden“ zu liefern, um Krieg zu führen.
Die Brutalität der Terroristen gegenüber den israelischen Zivilisten, die Menschen bei lebendigem Leib verbrannten, Frauen vergewaltigten und verstümmelten, hat Abbas dagegen seit zweieinhalb Jahren mit keinem Wort erwähnt. Seine Berater beschönigten dies als „legitimen Widerstand“.
Auch seine Behörde ist alles andere als Terror-frei. Im Gegenteil: Wo Abbas regiert, werden die Familien von verurteilten Terroristen finanziell großzügig unterstützt. Die Höhe dieser „Terror-Renten“ richtet sich nach Zahl und Ausmaß von verletzten oder getöteten Israelis – je mehr, desto höher die „Beihilfen“. Sie machen insgesamt acht Prozent des Haushalts der Autonomiebehörde aus – ein Riesen-Anteil am Gesamt-Budget.
Mahmud Abbas, der 2022 bei einem Deutschlandbesuch neben Kanzler Olaf Scholz stehend Israel „50 Holocäuste“ vorwarf, ist seit 2005 Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde. Damit wäre er in den Augen von Emmanuel Macron auch Präsident des von ihm anerkannten Palästinenserstaats. Allerdings: Wahlen hat Abbas in den 20 Jahren seiner eigentlich für vier Jahre angesetzten Amtszeit keine abgehalten. Die würde er Umfragen zufolge haushoch gegen die Hamas verlieren.
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Apsny News


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