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Leipzig/Dresden – Die mitteldeutschen Flughäfen Halle/Leipzig und Dresden stehen vor schweren Zeiten. Neben massivem Stellenabbau bei der Betreibergesellschaft ist auch eine Schließung des defizitären Flughafens in Dresden nicht mehr völlig ausgeschlossen.
Wie die Führung der Mitteldeutschen Flughafen AG am Donnerstag in einer Mitarbeiterversammlung bestätigte, sollen noch in diesem Jahr 172 Stellen gestrichen werden – das ist etwa jeder achte der insgesamt rund 1.300 Jobs.
Sparhammer trifft alle Bereiche
Der drastische Sparkurs schließt selbst betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus. Zunächst können sich Beschäftigte zwar für ein Freiwilligenprogramm melden – aber klar ist: Niemand ist sicher. Betroffen sind zudem alle Bereiche des Konzerns.
Hintergrund: Die Flughafengesellschaft schreibt seit Jahren rote Zahlen. Größter Anteilseigner ist das Land Sachsen.
Droht Dresden das Aus?
Brisant: Der Stellenabbau könnte nur der Anfang sein! BILD erfuhr aus CDU-Kreisen: Die Schließung des defizitären Flughafens Dresden ist inzwischen eine ernsthafte Option. Wie erst jetzt bekannt wurde, schlossen Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (61) und Finanzminister Christian Piwarz (50, beide CDU) die Möglichkeit bei einem parteiinternen Treffen im Juni nicht mehr aus.
Ein Teilnehmer zu BILD: „Kraushaar wich bei der Frage zur Zukunft des Flughafens spürbar aus. Stattdessen verwies sie demonstrativ auf die Qualität von Leipzig.“ Auch Piwarz habe ein klares Bekenntnis zu „Dresden International“ vermieden – und vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage eher pessimistische Töne angeschlagen.
Als eine weitere Option habe der Finanzminister lediglich eine größere Beteiligung der Landeshauptstadt an der Flughafen-AG ins Spiel gebracht. Dresden hält derzeit 1,87 Prozent.
Zuletzt hatten auch Vertreter des Landes Sachsen-Anhalt (18,54 % Anteil an der AG) eine Schließung von Dresden gefordert, weil der Flughafen in den zurückliegenden zehn Jahren 110 Mio. Euro Verlust gemacht hatte.
Sollte es tatsächlich dazu kommen, wäre dies ein schwerer Schlag für die gesamte Region mit ihrem europaweit relevanten Hightech-Cluster. Demnach seien weitere Investitionen von TSMC, Infineon oder Global Foundries maßgeblich an die Existenz des Dresdner Flughafens geknüpft.
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