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CDU-Chef Friedrich Merz (68) steht vor einem verdammt heißen Herbst.
Spätestens im Oktober soll entschieden werden, ob er oder CSU-Chef Markus Söder (57) als Kanzlerkandidat für die Union ins Rennen geht. Dafür sollen, so wurde es zwischen den Chefs der Schwesterparteien verabredet, noch die Ergebnisse der gefürchteten Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg abgewartet werden.
[–>Merz stellte sich jetzt bei Sat.1 in einem Interview Fragen zur Lage – und insbesondere auch zu seinen im Vergleich zu Söder schlechteren Beliebtheitswerten.
Auffällig: Merz legte Wert darauf, dass die Entscheidung in der K-Frage nun doch nichts mit den Wahl-Ergebnissen zu tun haben soll: „Wir haben das nicht von den Wahlen in Ostdeutschland abhängig gemacht, sondern wir haben gesagt, wir wollen ein Jahr vor der nächsten Bundestagswahl auch die personellen Entscheidungen treffen.“ Und „wir“ heiße: „Nicht Friedrich Merz allein, sondern die beiden Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Markus Söder und ich.“
Von den mächtigen CDU-Landeschefs, darunter auch CDU-NRW-Regent Hendrik Wüst, die in der Frage ebenfalls mit entscheiden wollen: keine Rede.
[–>Die Interviewer konfrontierten den Sauerländer mit einer Civey-Umfrage, wonach ihn zwei Drittel der Bürger nicht für den besten Kanzlerkandidaten der Union halten und wollten von ihm wissen: „Lassen Sie solche Zahlen zweifeln?“
Merz argumentierte, es stoße kaum noch jemand auf die ungeteilte Zustimmung einer Mehrheit der Bevölkerung. Die Menschen verzweifelten oftmals an der Lösungskompetenz der Politiker ganz generell. „Diesen Teufelskreis müssen wir durchbrechen, und zwar egal, mit wem“.
Nachvollziehbar – doch dann kam Merz noch einmal auf das für ihn unbequeme Beliebtheits-Thema zurück. Nämlich, als es um die Aussichten der CDU in Thüringen ging, wo Linken-Regierungschef Bodo Ramelow ums politische Überleben kämpft.
Merz verglich seine Lage nun kurioserweise mit der des Linken-Politikers, mit dem der bürgerliche CDU-Chef sonst politisch nichts am Hut hat.
Plakat mit Thüringens Linke-Regierungschef Bodo Ramelow
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Merz: „Der Ministerpräsident dort, von der Linkspartei bisher gestellt, liegt jetzt bei 15 Prozent mit seiner Partei. Können Sie übrigens bei diesem Beispiel mal sehen: 68 Prozent sind der Meinung, er hat eine gute Arbeit gemacht. Aber nur noch 15 Prozent wählen seine Partei. Also: Persönliche Beliebtheitswerte sagen gar nichts darüber aus, wie das Wahl-Ergebnis anschließend sein wird.“
Nach dem Motto: Soll Söder auch vor mir liegen, zu sagen hat das gar nichts.
Bayern-Regent Markus Söder sang bei „Inas Nacht“
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Auffällig: Als Merz mit den Gesangskünsten von Söder in der Sendung „Inas Nacht“ konfrontiert und gefragt wurde, ob der CSU-Chef auch Kanzler könne, wich er aus: „Singen zu können allein ist keine Qualifikation, aber es schadet auch nicht.“
„Ich glaube, wir könnten das beide“
Das klang fast, als könne Söder aus Merz`Sicht nichts als Singen. Darauf konterten die Moderatoren: „Er hat zumindest eines, was Sie nicht haben: Regierungserfahrung.“ Ob das nicht ein Nachteil sei?
Merz: „Ich bin jetzt seit fast 25 Jahren in der Politik. Ich bringe aber auch ein paar Erfahrungen aus der Privatwirtschaft mit. Ich habe mein Leben lang nicht nur in der Politik gearbeitet. Also wir haben unterschiedliche Profile, aber ich glaube, wir könnten das beide.“
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Apsny News


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