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Die Enthüllungen um das „D-Day“-Papier lösten ein Beben innerhalb der FDP aus.
Jetzt spielt Christian Lindner die Bedeutung des „D-Day“-Papiers herunter: „Es ist ein Praktikanten-Papierchen“, sagte Lindner auf einer Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung in Frankfurt. In dem Papier zeichnete die FDP ein konkretes Ausstieg-Szenario aus der Ampel-Koalition auf. Dabei wurde u.a. der Begriff „offene Feldschlacht“ verwendet.
Die Koalition habe sich ohnehin immer mehr gestritten, auch die Koalitionspartner hätten sich auf einen Ampel-Bruch vorbereitet, so Lindner. Das sei auch in der FDP-Parteizentrale geschehen. Lindner selbst hätte das Papier nicht gebraucht.
Den Begriff „D-Day“ hätte er selbst nicht verwendet, sagte Lindner. Laut Wörterbuch bedeute er „Tag der Entscheidung“ – losgelöst vom Zweiten Weltkrieg. Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schreibe in ihrer Biografie von einer „offenen Feldschlacht“, sagte Lindner. Dies sei von niemandem skandalisiert worden.
Bundeskanzler Olaf Scholz (66, SPD) habe einmal von einer „Bazooka“ gesprochen, dies sei ein Raketenwerfer.
Lindner: „Ich habe den Eindruck, hier wird auch ein Fehler der FDP genutzt, um in Wahrheit nicht ethische Maßstäbe durchzusetzen, sondern eiskalt taktierend Machtpolitik zu betreiben“, fügte Lindner hinzu.
Lindner und sein Ex-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai (48)
Bei der FDP hat das „D-Day“-Papier für mächtig Wirbel gesorgt, Generalsekretär Bijan Djir-Sarai und Bundesgeschäftsführer Carsten Reymann traten zurück: Reymann habe laut „Spiegel“ das Papier verfasst und sich später dafür intern entschuldigt, Djir-Sarai hatte die Verwendung des Begriffs öffentlich verneint. Er trat am 29. November zurück. Djir-Sarai sagte damals: „Ich habe unwissentlich falsch über ein internes Dokument informiert.“
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