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Achtung, Rückrundenauftakt! Nachdem Dynamo Dresden vier Kalenderjahre in Folge nie mit einem Sieg startete, davon zweimal anschließend einen Wahnsinns-Absturz hinlegte, will der Drittliga-Spitzenreiter heute (13:30 Uhr) gegen Viktoria Köln gleich ein Zeichen setzen.
BILD stellte Trainer Thomas Stamm vier heiße Fragen zum Wiederbeginn.
1. Gibt es ein Punkte-Ziel für die ersten Wochen im neuen Jahr?
„Nein, es gibt keine Punktezahl, die wir uns überlegt haben, kein spezielles Ziel für den Januar“, antwortet Stamm. „Wir wollen prinzipiell alle Spiele gewinnen. Ich höre schon wieder, dass zwei Derbys danach anstehen. Aber das Spiel am Sonntag ist deutlich wichtiger!“
2. Erwartet er, dass die Gegner gegen den Tabellenführer nun anders spielen, also tiefer stehen und mehr auf Konter setzen?
„Wir müssen uns generell gegen beide Arten des Pressings gegen uns vorbereiten. In unserem Stadion wird es ein paar Teams geben, die sich etwas weiter hinten reinstellen. Wenn das so ist, brauchen wir Lösungen“, sagt der Schweizer. Allerdings glaubt er, dass es eher mittelfristig Thema wird. Stamm: „Einige Mannschaften haben ihre Art und Weise zu spielen, mit ihrer Intensität und Überzeugung. Deshalb werden es nicht deutlich mehr sein, gerade die ersten drei Gegner erwarte ich tendenziell eher nicht so.“
Thomas Stamm gilt als hervorragender Taktiker, hatte die Tafel im Türkei-Trainingslager mit auf dem Platz.
3. Was unternimmt der Coach, um auf Dauer taktisch nicht ausrechenbar zu werden?
„Es beantwortet ja auch die Frage, ob wir zu viele Innenverteidiger haben. Nein, haben wir eben nicht, weil wir immer mal über eine Dreierkette nachdenken. Grundsätzlich sind wir in der Lage, beides zu spielen“, betont Stamm. „Auch mit der Viererkette können wir vorn von 4:3:3 über 4:2:3:1 auf 4:4:2 umstellen. Dazu haben wir auch vom Personal her die Möglichkeit, es defensiver oder offensiver anzugehen – unabhängig der Grundformation. Jenseits aller Systeme ist immer die Wucht und Intensität in den Zweikämpfen entscheidend.“
„Wir wollten den Konkurrenzkampf anheizen!“
4. Bei zwei Abgängen (Kyu-hyun Park, Oliver Batista Meier) und drei Zugängen (Andi Hoti, Dominik Kother, Mika Baur) gab es im Winter mehr Veränderungen im Kader als erwartet. Ist das eher ein Risiko, weil sich das Team ein Stück weit neu einspielen muss oder eine Chance, weil Dynamo dadurch noch flexibler wird?
Bei aller Ernsthaftigkeit hatte Thomas Stamm (Mitte) im Türkei-Camp auch viel Spaß.
„Jetzt in der Winterpause haben wir die Jungs schon auch dazu geholt, um variabler zu sein. Sie können uns neue Komponenten geben“, sagt Thomas Stamm. „Parki und Oli wollten sich dagegen verändern. Dann tut man als Verein gut daran, Reisende nicht aufzuhalten. In der Kurzfristigkeit war Oli nicht geplant. Auf den anderen Positionen waren wir klar, nochmal etwas machen zu wollen, um den Konkurrenzkampf auf ein anderes Level zu bringen beziehungsweise anzuheizen. Über alle 19 Spiele wird uns das guttun.“
Grundsätzlich dürfte sich die neue Startelf gegenüber der vom letzten Liga-Spiel in Unterhaching (3:0) nicht stark unterscheiden.
Kother dürfte auf Linksaußen beginnen. In der linken Innenverteidigung sind Andi Hoti und Lars Bünning heiße Kandidaten für David Kubatta, der das Trainingslager krank verfehlte. Den verletzten Jonas Sterner könnte Jan-Hendrik Marx ersetzen.
Und dann heißt es vor allem: Da weitermachen, wo Dynamo Dresden 2024 aufhörte…
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