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Nächste Wende in der amerikanischen Nahost-Politik: US-Präsident Donald Trump (78) will die Bewohner des Gazastreifens offenbar nicht mehr zwingend in unmittelbaren Nachbarländern unterbringen – sondern Tausende Kilometer entfernt. Das berichtet der israelische Sender „Channel 12“.
Ursprünglich wollte Trump die rund zwei Millionen Gaza-Bewohner nach Ägypten und Jordanien umsiedeln. Doch die Länder sperren sich bislang gegen den Vorschlag. Jetzt bringt „Channel 12“ weitere Länder ins Spiel: Demnach erwägt die US-Regierung eine Unterbringung der Umgesiedelten in Marokko, Somaliland und Puntland.
Es könnten die perfekten Länder für einen typischen Trump-Deal sein. Denn: Sie ringen um amerikanische Unterstützung, könnten also massiv von einem Abkommen mit der US-Regierung profitieren. Somaliland und Puntland sind international nicht als Staaten anerkannt, Marokko hat Gebietsstreitigkeiten um die Westsahara.
US-Präsident Donald Trump (78, re.) stellte am Dienstag im Beisein von Israel-Premier Benjamin Netanjahu einen historischen Plan für den Gazastreifen vor: Die USA sollen die Kontrolle über das Gebiet übernehmen
Jordanien-König und Ägypten-Präsident reisen nach Washington
Eine offizielle Bestätigung für den Bericht gibt es bislang nicht. Fraglich ist auch, ob Trump diese Lösung favorisiert – oder ob doch noch eine Unterbringung in Nachbarländern möglich wird. Schon nächste Woche könnte Bewegung in die Sache kommen: Sowohl Jordaniens König Abdullah (63) als auch Ägypten-Präsident Abd al-Fattah as-Sisi (70) reisen laut „Axios“ nach Washington.
Das US-Portal zitiert einen arabischen Beamten, der jedoch große Zweifel an einer Umsiedlung in die beiden Nachbarländer Gazas hat: „Dieser Plan ist für kein arabisches Land praktikabel oder politisch durchführbar.“ Klar ist, dass im Gazastreifen weiterhin Zehntausende Hamas-Terroristen leben. Und die wollen auch die Nachbarländer nicht bei sich haben – sie fürchten eine Destabilisierung.
Denkbar ist jedoch, dass Trump so großen Druck aufbaut, dass die Staaten einlenken. Nach der Umsiedlung will er den Gazastreifen planieren und neu aufbauen. Entstehen soll nach seinen Vorstellungen eine „Riviera des Nahen Ostens“.
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Apsny News


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