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Ein Donnerstagabend in einem Hamburger Truckertreff. Wie sehen Deutschlands Fernfahrer die politische Lage? Geht es nach oben? Geht es nach unten? Und wen werden Sie am 23. Februar wählen?
Im Schankraum kommt BILD-Vize Paul Ronzheimer zunächst mit Betreiberin Bärbel ins Gespräch: „Ich merke, dass die Leute teilweise nicht mehr genug Geld in der Tasche haben, sich ein Bier mehr gönnen würden, aber das nicht können.“
Was die Wirtin für die Wahl hofft? „Ich hoffe, dass das, was da ist, von der Bildfläche verschwindet!“
Dann beginnt Ronzheimer für seine Doku (kommenden Montag um 20.15 Uhr auf Sat.1) ein ungewöhnliches Experiment: Am Truckerstammtisch bittet er die Brummifahrer, ihre Parteipräferenz auf ein Kärtchen zu schreiben. Obwohl man ja meist nicht darüber redet, wen man wählt, macht die Runde mit.
Die Ergebnisse, auch wenn sie natürlich nicht repräsentativ sein können: sehr spannend, sehr gemischt!
Truckerin Rosi macht den Anfang. Die Runde soll raten, wem sie ihre Stimme gegeben hat. „Den Grünen wahrscheinlich nicht!“, ruft Hanna, Disponentin in einem Kfz-Unternehmen. Auf die Frage, warum sie da so sicher sei, sagt sie: „Naja, als Lkw-Fahrer…“ Ein anderer vermutet: „AfD!“
Und was steht auf Rosis Karte? Keine Partei, aber ein Name: „SÖDER! Weil ich den mag und der kommt aus Nürnberg wie ich.“ So einfach sind die Dinge manchmal.
„Ich weiß es noch nicht“, sagt Hanna. Es könne sein, dass sie sich erst in der Wahlkabine entscheidet, bekennt die Glückstädterin freimütig.
Lkw-Fahrer Dirk aus Hamburg weiß es schon: „AfD“, hat er auf seine Karte geschrieben. „Die sagen, was Sache ist“, findet der Hamburger.
„Die lügen aber!“, unterbricht Söder-Fan Rosi. Dirk hält dagegen: „Viele Leute, mit denen ich spreche in meinem Gewerbe, sehen es so wie ich.“
„Ich will selber entscheiden, wann ich eine Wärmepumpe einbaue und fühle mich bevormundet“
Auch Bauleiter Roland bevorzugt die Rechtsaußen-Partei. „Die sollen mal beweisen, was sie können – und was sie nicht können“, sagt er. Vorher wählte er die SPD. Aus ihm spricht viel Frust: Kanzler Scholz komme „arrogant“ rüber! Habeck wolle dem kleinen Mann sein mühsam erbautes Imperium wegnehmen. „Ich will selber entscheiden, wann ich eine Wärmepumpe einbaue und fühle mich bevormundet.“
Sein Kollege Detlef aus Mecklenburg-Vorpommern sieht es anders: „Mir ist das zu extrem“. Er will CDU wählen. Und ist Fan von Angela Merkel. Über ihre 16-jährige Kanzlerschaft urteilt er: „Man kann sagen, was man will, aber ich finde, wir haben gut gelebt!“ Mit Friedrich Merz könne er zwar wenig anfangen, wähle aber trotzdem die Union. „Mir fehlen heutzutage generell die Persönlichkeiten in der Politik.“
Die Doku „RONZHEIMER – Wie geht’s, Deutschland?“ sehen Sie am Montag, 10. Februar, um 20.15 Uhr auf Sat.1 oder Joyn
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