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Berlin – Er weiß, wie Politik und Macht funktionieren: Der renommierte Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler (73) analysiert im „
Münklers Analyse: Russland sei durch den Krieg in der Ukraine militärisch gebunden, China wolle seine Wirtschaftsbeziehungen mit dem Westen nicht gefährden. Eine klare Ausgangslage für Trump und seine Berater: „Eine derart günstige Konstellation, das iranische Nuklearprogramm zu zerschlagen, kommt so schnell nicht wieder.“
▶Auch der Iran selbst sei nicht in der Lage, einen direkten Gegenschlag gegen die USA auszuführen. So sei Teheran militärisch zu schwach und auch der Versuch, die Straße von Hormus zu blockieren, würde eher Europa treffen als die Amerikaner: „Trump wird das nicht sonderlich beeindrucken“, so der Experte.
Trump versuche laut Münkler alles, um eine größere Eskalation zu vermeiden – doch ob es bei gezielten Luftschlägen bleibt, hänge nun entscheidend von der Reaktion des Iran ab. Klar sei aber: „Jetzt beherrscht Mars (der Kriegsgott) die Szene“, so Münkler. Eine klare Exit-Strategie sei momentan nicht in Sicht.
Netanjahu nutzt Gunst der Stunde
Auch Israels Rolle analysiert Münkler im „Handelsblatt“: Demnach habe Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (75) die Chance erkannt, die Ordnung in der Region neu zu gestalten und ergreife sie nun. Ziel sei es, das Atomprogramm des Iran zu zerstören, Raketenstellungen auszuschalten und langfristig das Regime zu schwächen.
Top-Experte Herfried Münkler (73) analysierte im „Handelsblatt“ die Situation im Iran. Der Iran strebe die Vorherrschaft in der Region an – und Israel handle, um genau das zu verhindern!
Münkler macht klar: Diplomatie funktioniere nicht ohne (militärische) Macht. Wer verhandeln wolle, müsse auch bereit sein, Stärke zu zeigen: „In einer machtbasierten Ordnung kann nur derjenige Verhandlungen erzwingen, der auch zur militärischen Aktion in der Lage ist.“
Die reine Hoffnung auf Appeasement – also militärische Nachgiebigkeit – sei in einer Welt voller Aggressoren wie dem Iran naiv. „Mit einem Staat, der die Vernichtung Israels zum zentralen Ziel hat, gibt es kein Appeasement“, stellt Münkler klar.
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