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Grüne empört über „Stadtbild“-Satz: „Merz stellt Millionen Deutsche unter Generalverdacht!“ | Politik
23.10.2025 - Perşembe 02:18
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Berlin – Die „Stadtbild“-Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz sorgt weiter für Aufregung – es gibt heftige Kritik, aber auch Zuspruch. Vor allem Gewerkschaften und Politiker vom linken Spektrum kritisieren den Satz des CDU-Chefs scharf, dass man Probleme der Migration an vielen Orten im Stadtbild erkenne.
BILD gibt eine Übersicht der Pro- und Kontra-Stimmen:
▶︎ Die Grünen machen regelrecht mobil gegen den „Stadtbild“-Satz des Kanzlers, schreiben offene Briefe, unterstützen Demos gegen Merz.
▶︎ Grünen-Co-Chefin Franziska Brantner (46) schimpfte am Montag: „Merz stellt Millionen Deutsche unter Generalverdacht!“ Das sei inakzeptabel und unverantwortlich.
▶︎ Grünen-Co-Parteichef Felix Banaszak (34) sprach vergangene Woche von einem „fatalen Signal“, das „respektlos“ und „gefährlich“ sei. Er forderte Merz auf, um Entschuldigung zu bitten.
▶︎ Co-Fraktionschefin Katharina Dröge (41) nannte die Aussage des Kanzlers „verletzend, diskriminierend und unanständig“.
Merz macht „Stadtbild“-Ansage: „Ich habe gar nichts zurückzunehmen!“
20.10.2025
„Unerträgliche Zustände“
▶︎ Ein Spitzen-Grüner macht bei der Empörung nicht mit: Cem Özdemir, Ex-Landwirtschaftsminister. Es werde „natürlich auch ein Schuh draus“, so der Spitzenkandidat der Öko-Partei für die Landtagswahl in BaWü. Es sei doch „völlig klar“, dass es nicht sein könne, dass man „so ein Problem nicht adressiert“.
Merz neben BaWü-CDU-Chef Manuel Hagel (37)
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„Sofort in die rechte Ecke gestellt“
▶︎ Auch BaWü-CDU-Chef Manuel Hagel verteidigt Merz. Der Özdemir-Konkurrent könne die Aufregung nicht nachvollziehen. „Es ist immer das gleiche Ritual: Jemand spricht ein Problem an, dann wird man sofort in die rechte Ecke gestellt.“
Wer sich nun darüber empöre, dass Merz dies anspreche, sei doch „etwas scheinheilig“, sagte der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im März 2026. „Wer mit wachen Augen durch unser Land läuft, wer mit den Menschen bei uns im Land redet, der spürt doch, dass sich etwas verändert hat“, so Hagel.
[-->CDU-Bundesvorstand: Sensibler ausdrücken
▶︎ Wie BILD erfuhr, wurde die Stadtbild-Aussage auch in der Sitzung des CDU-Bundesvorstands diskutiert, die unmittelbar nach der Pressekonferenz stattfand. Der frühere Kultursenator Joe Chialo forderte Merz auf, sich sensibel auszudrücken, da sich viele Menschen von seinen Aussagen gemeint fühlen könnten. Sprich: Menschen mit Migrationshintergrund könnten denken, der Kanzler bezeichne sie als Problem im Stadtbild.
Joe Chialo (55) im August zu Gast bei BILD
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Der Kanzler reagierte mit Nachdruck, wie BILD von Teilnehmern der Sitzung erfuhr: Er habe in seinen Äußerungen stets die Bedeutung von Migranten für Deutschland gewürdigt.
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