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Juso-Chef geht auf Parteifreund los: SPD-Zoff mit Stinkefinger-Attacke | Politik
16.06.2024 - Pazar 14:27
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Eine Woche nach der historischen Europawahl-Klatsche für Kanzler Olaf Scholz (66, SPD) kommt das Partei-Präsidium am Sonntag zur Krisensitzung zusammen. Treffpunkt und Uhrzeit: streng geheim!
Es gibt viel aufzuarbeiten. Allen voran die Ampel-Lästereien von SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert (34), mit denen er viele Spitzen-Genossen verstörte.
Die Emotionen kochen hoch!
Zur Erinnerung: Kühnert (Juso-Chef von 2017 bis 2021 und GroKo-Gegner) steht wegen des vermurksten Wahlkampfs unter Feuer. Doch statt Fehler einzuräumen, lästert er immer offener über die Regierungskoalition.
Juso-Chef Philipp Türmer (28) steht in der Kritik
Die Nerven liegen blank – jetzt steht neben Kühnert auch der amtierende Juso-Chef Philipp Türmer (28) in der Kritik, weil er die eigenen Leute attackiert!
Etwa als Retourkutsche für die Kritik an seinem Vor-Vorgänger Kühnert…?
Fakt ist: Türmer hat öffentlich voll auf Angriff geschaltet – und zielt dabei knallhart unter die Gürtellinie.
Der Jurist ist seit November 2023 Juso-Chef. Und hat dabei, wie es seine Aufgabe ist, noch nie mit Kritik an Kanzler und Regierung gespart – jetzt ist er aber deutlich übers Ziel hinausgeschossen.
In mehreren Posts bei X (vormals Twitter) arbeitet sich Türmer seit Freitag an SPD-Fraktionsvize Dirk Wiese (40) und Innenpolitik-Experte Sebastian Hartmann (46) ab, kritisiert sie für ihre Haltung in der Asyl-Frage.
Hintergrund: Die SPD prüft, Schwerstkriminelle und Gefährder auch nach Afghanistan abzuschieben. Türmers Vorwurf: Die Partei rücke dadurch zu weit nach rechts.
Die Nachricht an Hartmann garnierte der Jurist, der gerade an seiner Doktorarbeit schreibt, mit einem Stinkefinger-Emoji!
Dieser Stil kommt gar nicht gut an.
Ein erfahrener Genosse bringt es so auf den Punkt: „Ich bin wirklich entsetzt von dieser Form der Kommunikation. Das hat mit Respekt nichts zu tun. Was sollen Bürger über den Umgang in der SPD voneinander denken, wenn wir bei der letzten Wahl ‚Respekt‘ auf Plakate gedruckt haben?“
Innen-Experte Hartmann wollte sich auf BILD-Anfrage nicht zur Sache äußern.
Diesen Stinkefinger-Emoji-Post setzte Türmer am Freitagabend ab
Aus der Fraktion heißt es dazu: „Man kann in der Sache hart streiten, aber nicht so persönlich werden.“ Dafür werde eine Entschuldigung erwartet.
Unter dem Beitrag beschweren sich etliche SPD-Mitglieder über Türmers Ton und forderten ihn u. a. auf, das Handy wegzulegen.
Türmer reagierte nicht auf BILD-Anfragen – räumte allerdings später auf X ein, der Stinkefinger sei „zu viel“ gewesen.
Viel zu besprechen bei der Krisensitzung des SPD-Präsidiums …
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