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„Ich komme nach Israel mit einer klaren Botschaft: Ihr seid nicht allein. Solange die Vereinigten Staaten von Amerika existieren, werden wir euch niemals allein lassen.“ Das sagte US-Präsident Joe Biden nach dem Hamas-Massaker in Israel (mehr als 1200 Tote, Hunderte Geiseln). Sein Versprechen: Amerika wird den Kampf gegen die Terroristen unterstützen.
DOCH: Als Israel dann mit eiserner Faust gegen die palästinensischen Terroristen zurückschlug, schlichen sich zunehmend antiisraelische Töne in Bidens Äußerungen ein.
Sein Verhältnis zu Israels Premier Benjamin Netanjahu (74): angespannt. In dieser Woche dann die endgültige Wende: Das Weiße Haus wird die Lieferung von 3500 Bomben an Israel vorerst stoppen. Biden lässt Israel hängen! Sein Plan: Er will Netanjahu daran hindern, die Hamas-Hochburg Rafah anzugreifen, in der sich Tausende Terroristen verschanzt haben.
Die Gründe für den Kurswechsel: Der linke Flügel seiner Partei, den er dringend braucht, um Donald Trump (77) bei den Präsidentschaftswahlen im November zu schlagen, hat sich längst gegen Israel gestellt.
„Ein signifikanter Wendepunkt in den 76-jährigen Beziehungen zwischen den USA und Israel, die historisch eines der engsten Sicherheitsbündnisse bildeten“, analysiert die „New York Times“ über den Stopp der Waffen-Lieferungen.
Von einem Bruch will die Zeitung allerdings nicht berichten. Denn: Aus dem Weißen Haus sickerte durch: Die endgültige Entscheidung über die Lieferung ist noch NICHT gefallen. Doch Biden hat sich in eine hochbrisante Situation manövriert.
► Auf der einen Seite stehen die antiisraelischen Proteste an Amerikas Elite-Universitäten und die lauter werdende Israel-Feindlichkeit der demokratischen Wähler (75 Prozent sind inzwischen gegen Israels Militäraktionen). Auf der anderen Seite stehen die moderaten Demokraten, die den Kurs von Netanjahu unterstützen.
Bidens Dilemma: Immer mehr junge und linke Amerikaner kritisieren ihn wegen der amerikanischen Waffenlieferungen an Israel. Doch Biden braucht diese Wähler, um im November Donald Trump zu schlagen
Polizisten in Chicago sichern das Hotel, in dem Biden eine Rede hält, während draußen propalästinensische Demonstranten ihren Präsidenten als Terroristen beschimpften
Unverständnis bei moderaten Demokraten
Die Verzögerung der Bomben-Lieferungen seien für die Verhandlungen einer Waffenruhe nicht hilfreich, sagte der Abgeordnete Jared Moskowitz (43): „Sie zeigen Hamas, dass es keine Eile gibt.“
► Der Abgeordnete Brad Sherman (69) aus Kalifornien mahnte gar, dass die Verzögerung illegal sei. „Biden ist zum Kongress gekommen und hat gefordert, das Paket durchzubringen. Er kann jetzt nicht einfach Teile des Pakets über Bord werfen. Wir sind verpflichtet, das Geld auszugeben.“
Knallhart-Kritik der Republikaner
Die republikanische Opposition war derweil außer sich vor Wut über Bidens Liefer-Stopp.
► Der Abgeordnete Don Bacon aus Nevada: „Ich unterstütze Israels Wunsch, Hamas in Gaza zu vernichten. Sie haben am 7. Oktober brutal zugeschlagen. Hamas muss in Gaza so weit wie möglich zerstört werden.“
Bacon weiter: „Doch Präsident Biden will, dass Hamas weiter in Gaza existiert und eine Bedrohung für Israel bleibt. Dies ist falsch.“
► Der ranghohe US-Senator Lindsey Graham (68) geht sogar noch weiter, warnt: „Wenn wir in einer Zeit großer Gefahr die Waffen stoppen, die zur Vernichtung des Feindes Israels notwendig sind, werden wir einen Preis zahlen.“
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