Schmiergeld-Vorwürfe: AfD stolpert in der Russen-Falle | Politik

09.04.2024 - Salı 04:46

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Die vermeintliche Schmiergeldaffäre um den bayerischen AfD-Mann Petr Bystron (51) bringt die AfD-Spitze ordentlich in die Bredouille. Der Bundestagsabgeordnete soll tschechischen Medienberichten zufolge Schmiergeld aus Russland erhalten haben. Gezahlt im Umfeld des Propaganda-Senders „Voice of Europe“. Danach belastet ihn auch die tschechische Spionageabwehr BIS.

Nach BILD-Informationen hat sich der AfD-Bundesvorstand am Montagmorgen in einer Krisen-Schalte „noch einmal intensiv mit dem Fall befasst“.

Dabei habe Bystron dem Vernehmen nach alle Vorwürfe „vollumfänglich und vehement“ bestritten. Weder er noch Familienmitglieder hätten je „irgendwelche Mittel“ erhalten oder entgegengenommen, war aus dem Umfeld des Bundesvorstandes zu erfahren.

Zunächst keine Konsequenzen: Gegen Petr Bystron gibt es Schmiergeld-Vorwürfe

Zunächst keine Konsequenzen: Gegen Petr Bystron gibt es Schmiergeld-Vorwürfe

Foto: IMAGO/Metodi Popow

Das Gremium habe danach festgestellt, dass „formal aktuell keine Beweise auf dem Tisch liegen“, die Bystron belasten. Und so lange das so ist, gelte die Unschuldsvermutung. Heißt im Klartext: Der in die Schlagzeilen geratene Bundestagsabgeordnete Bystron – zugleich die Nummer Zwei der Europawahlliste – kann zur Tagesordnung übergehen, muss parteiintern keine Konsequenzen fürchten.

Bystron hat die AfD in die Russen-Falle manövriert!

Auch die Ansage des AfD-Spitzenkandidaten für die Europawahl, Maximilian Krah (47), „erst mal nicht mehr mit Bystron zusammen aufzutreten“, ist damit passé. „Da hat der Max mal wieder ohne Absprache mit dem Bundesvorstand einen rausgehauen“, hieß es aus dem Umfeld des Politikers, dessen Name selbst im Zusammenhang mit der Affäre fiel.

Ziemlich beste Freunde: Maximilian Krah (r.) und Petr Bystron (l.) 2021 mit dem ukrainischen Oligarchen und Putin-Vertrauten Wiktor Medvedchuk

Ziemlich beste Freunde: Maximilian Krah (r.) und Petr Bystron (l.) 2021 mit dem ukrainischen Oligarchen und Putin-Vertrauten Wiktor Medvedchuk

Foto: privat

Das Dilemma: die Anschuldigungen gegen den Politiker kamen direkt von der tschechischen Spionageabwehr und gingen an die deutschen Dienste. Die Informationen – streng vertraulich und etwa wegen des Quellenschutzes geheim. Mit einer Veröffentlichung ist deshalb auf absehbare Zeit nicht zu rechnen.

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