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Israel hat nach eigenen Angaben einige Schiffe der internationalen Gaza-Hilfsflotte gestoppt, die Hilfsgüter auf dem Seeweg in den Küstenstreifen bringen wollten.
Die Insassen der Schiffe würden in einen israelischen Hafen gebracht, schrieb das israelische Außenministerium am Mittwochabend auf der Plattform X. Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg und ihre Freunde seien „sicher und gesund“. Auf X hat das israelische Außenministerium ein Video eingestellt, das Thunberg und mehrere maskierte und bewaffnete israelische Militärs zeigt. Einer der Soldaten reicht ihr eine Wasserflasche.
Israel: Flotte war nicht an Hilfsleistung interessiert
Die Flotte von pro-palästinensischen Aktivisten hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben auf 70 bis 80 Seemeilen (etwa 110 bis 130 Kilometer) dem Gazastreifen genähert. Sie war Ende August von Barcelona aus in See gestochen.
Das israelische Außenministerium teilte auf X mit, die israelische Kriegsmarine habe die Flottille aufgefordert, ihren Kurs zu ändern. Ihre Hilfslieferungen könnten sie in Häfen außerhalb des Gazastreifens an Land bringen, sie würden in das palästinensische Küstengebiet weitertransportiert. Die Besatzungen seien informiert worden, dass sie sich einer aktiven Kampfzone näherten.
Die Flotte kam nur bis auf 70 oder 80 Seemeilen an den Gazastreifen heran, bevor sie gestoppt wurde
„Die Flottille hat (das Angebot) abgelehnt, weil sie nicht an Hilfeleistung interessiert ist, sondern an Provokation“, hieß es in der Stellungnahme des Außenministeriums weiter. Live übertragene Bilder von Kameras an Bord einiger Boote zeigten Aktivisten in Schwimmwesten, die offenbar auf ein Entern ihrer Boote durch israelische Marinesoldaten warteten.
Hamas-Verstrickung und interner Streit
Zuvor hatte es bereits mehrmals Ärger um die Flotte gegeben. So warf die israelische Regierung der Flotte vor, Dokumente gefunden zu haben, die eine Hamas-Beteiligung an der angeblichen Hilfsaktion belegen würden.
Streit gab es auch in den eigenen Reihen um ein homosexuelles Mitglied der Flotte, islamistische Teilnehmer lehnten ihn offen ab. Klammheimlich wurde auch Greta Thunbergs Rolle herabgestuft. Sie war nur noch einfaches Mitglied der Flotte.
Die „Global Sumud Flotilla“ besteht aus mehr als 40 zivilen Booten mit insgesamt rund 500 Menschen an Bord. Sie hatten vor, die israelische Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen und Lebensmittel und Medikamente zu liefern. Die Organisatoren hatten eine Ankunft am Donnerstagmorgen erwartet.
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