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Stürzt Syriens Diktator Assad? Kämpfe in Damaskus eskalieren | Politik
06.12.2024 - Cuma 17:33
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Geht es dem syrischen Diktator jetzt an den Kragen?
Seit zehn Tagen rücken Rebellen gegen Langzeit-Herrscher Assad in Syrien vor. Am Freitag erreichte das Chaos die Hauptstadt Damaskus.
Ausgerechnet in einem wohlhabenden nördlichen Stadtteil, in dem Assad auf einem Berghang seinen Palast hat, kam es zu Schüssen und Explosionen. Anwohner filmten erschrocken das Chaos. Wer auf wen schoss, bleib aber unklar.
Allerdings: Aktuelle Berichte gehen davon aus, dass sich Assad noch in Damaskus befindet und weiter in seinem Palast ausharrt, während seine Macht landesweit zerfällt.
▶︎ Auch im Zentrum der syrischen Hauptstadt herrschte Gefechtslärm. Weißer Rauch stieg am Mittag vom Gebäude des Staatsfernsehens auf. Explosionen ertönten vom benachbarten Verteidigungsministerium.
En Rebellenkämpfer schießt auf ein Porträt von Diktator Assad
Die russische Botschaft in Damaskus rief ihre Bürger am Mittag auf, „im Zusammenhang mit der schwierigen militärischen und politischen Lage„ in Syrien, „das Land mit kommerziellen Flügen über die in Betrieb befindlichen Flughäfen zu verlassen“.
Zuvor hatte Assad binnen weniger Stunden die Kontrolle über die zentralsyrische Millionenstadt Hama und rund ein Dutzend weiterer Städte in der Region verloren.
Auch aus der 800.000-Einwohnerstadt Homs zog sich die Armee nach Augenzeugenberichten komplett. Videoaufnahmen zeigen leere Straßen, auf denen sich nur vereinzelt Zivilisten bewegen. Am Abend gab es erste Gerüchte eines Rebelleneinmarsches in die Metropole.
Auch den Süden Syriens verlor der Diktator am Freitag. In der Region Daraa hissten Rebellen in gut 15 Städten die grün-weiß-schwarze Flagge der Revolution. Assad-Soldaten verließen ohne Waffen ihre Kasernen und gingen nach Hause. Rebellen posierten vor zahlreichen eroberten Panzern und zerstörten Symbole des Regimes.
Im benachbarten Suweida wagten drusische Bürger den Aufstand gegen das Regime, erbeuteten Panzer und zerstörten Poster an Regime-Gebäuden.
Im Osten Syriens übergaben Regime-Einheiten die Großstadt Deir Essor an den kurdisch dominierten US-Verbündeten „Syrische Demokratische Kräfte“, um einer Invasion der Rebellenarmee zuvorzukommen. Ähnliche Szenen sollen sich in der nordsyrischen Region Rakka abgespielt haben.
Alles in allem schmolz die Kontrolle des Assad-Regimes am Freitag auf die schiitisch und alawitisch geprägten Mittelmeer-Regionen Tartus und Latakia und die Region rund um die Hauptstadt Damaskus.
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