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FDP-Chef Christian Lindner ist besorgt über die Lage in Deutschland: Der Bundesfinanzminister zeigt sich „bedrückt“ über die „Verrohung“ im Land und über die „360-Grad-Bedrohung“ der Liberalität in Deutschland.
▶︎ Er bezieht sich dabei gezielt auf den ausländerfeindlichen Vorfall auf Sylt und den grassierenden Antisemitismus an Hochschulen.
Im „WELT TALK“ sagt Lindner: „Mich bedrückt die Verrohung in Deutschland, das Debattenklima in unserem Land.“ Er bewertet die Tatsache, dass Gäste eines Clubs auf Sylt „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ skandierten, als „krass ausländerfeindlichen Vorfall“.
Doch Lindner sieht auch Gefahren durch Linksextremismus, Islamismus oder Antisemitismus: „Wenn wir ein Land bleiben wollen von innerer Liberalität, dann müssen wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass es 360-Grad-Bedrohungen geben kann.“
Er betont: „Mir ist gleich, von wo die Liberalität dieses Landes bedroht wird. Wir müssen uns gegen jede Gefährdung zur Wehr setzen.“ Denn: Freiheit sei auch unteilbar.
Lindner fügt hinzu: „Ich möchte in einem liberalen, weltoffenen und toleranten Deutschland leben. Dass das nicht mehr selbstverständlich ist, lernen wir dieser Tage.“
Das durch ein Internetvideo dokumentierte Geschehen in einer Nobelbar in Kampen auf Sylt sorgt seit Tagen bundesweit für Empörung. Es zeigt einige junge Menschen, die bei einer großen kommerziellen Pfingstfeier zu dem Partyhit „L’Amour Toujours“ die Textzeilen „Ausländer raus“ und „Deutschland den Deutschen“ anstimmen. Parallel wurden bundesweit immer mehr ähnliche Vorfälle auf Festen oder in anderen Zusammenhängen bekannt.
Antisemitismus an Berliner Unis
Erst am vergangenen Donnerstag wurden besetzte Räume in der Berliner Humboldt-Universität (HU) von der Polizei geräumt.
Diese wurden zuerst von der Universitäts-Leitung geduldet, nach Darstellung von HU-Präsidentin Julia von Blumenthal geschah die Räumung auf Anweisung von Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (57, SPD) in Übereinstimmung mit Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (51, CDU).
Und aktuell setzen neue Screenshots die Präsidentin der Technischen Universität Berlin, Geraldine Rauch (41), unter Druck. Sie soll Beiträge auf X mit „Gefällt mir“ markiert haben, in denen Israel-Hass bis hin zu Antisemitismus verbreitet wurde.
Geraldine Rauch, Mathematikerin und Präsidentin der Berliner Technischen Universität
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Apsny News


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