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Er twitterte sein Beileid, nun sitzt er im Knast!
Die Türkei diskutiert über die Festnahme des prominenten Chefredakteurs der religiösen Wochenzeitung „Yeni Asya“, Kazım Güleçyüz. Wie türkische Medien berichten, wurde der Journalist zuhause von der türkischen Polizei verhaftet.
Der Grund: Er hatte sich auf X zu einer Beileidsbekundung anlässlich des Todes des islamistischen Exil-Predigers Fethullah Gülen (†83) hinreißen lassen. „Möge Allah ihn (im Jenseits) mit Barmherzigkeit und Gerechtigkeit behandeln“, schrieb er. „Mein Beileid.“
Journalist droht mehrjährige Haft
Zu viel in einem Land, in dem Präsident Recep Tayyip Erdogan (70) seit dem Putschversuch im Juni 2016 systematisch gegen alle Symphatisanten der Gülen-Bewegung vorgeht. Erdogan machte Gülen bis zu dessen Tod für den versuchten Umsturz verantwortlich.
Für Chefredakteur Kazım Güleçyüz war es nur eine Beileidsbekundung, aber für die Behörden hat er Terror verbreitet
Kritiker sehen Erdogans Gülen-Abneigung jedoch als die reinste Heuchelei: Denn zu Beginn der Karriere des türkischen Präsidenten war Gülen sein größter Förderer gewesen – erst später entfachte sich ein Machtkampf zwischen Erdogan und dem Prediger.
Die Oberstaatsanwaltschaft in Istanbul wirft Kazım Güleçyüz wegen seines Postings Terrorpropaganda vor – ein Vergehen, für das in der Türkei bis zu drei Jahre Haft verhängt werden können.
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Apsny News


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