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Wegen Bundeswehr-Umbau: Jetzt hat Pistorius Zoff mit diesem General! | Politik

Wegen Bundeswehr-Umbau: Jetzt hat Pistorius Zoff mit diesem General! | Politik
Okundu
06 Nisan 2024 - 18:16

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Die Bundeswehr-Reform von Verteidigungsminister Boris Pistorius (64, SPD) sorgt für mächtig Ärger in der Truppe! Richtig sauer ist das Heer.

Bei der Verkündung des Umbaus wählte der Minister markige Worte: „Unser Ziel ist es, die Bundeswehr so umzubauen, dass sie für den Kriegsfall optimal aufgestellt ist.“

▶︎ Es gibt künftig nur noch vier Inspekteure, für die Teilstreitkräfte Heer, Marine, Luftwaffe, Cyber.

▶︎ Logistik und Sanität, Feldjäger, ABC-Abwehrkräfte für atomare, biologische und chemische Angriffe, die Kräfte für zivil-militärische Zusammenarbeit werden in einem großen Unterstützungskommando zusammengelegt.

▶︎Ein operatives Führungskommando ist zuständig für alle Soldaten im Einsatz, egal ob im In- oder Ausland.

Mächtig sauer: Drei-Sterne-General Alfons Mais

Mächtig sauer: Drei-Sterne-General Alfons Mais

Foto: IMAGO/photothek<!–>

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Minister rasiert den Heeres-Chef

Doch ausgerechnet der Inspekteur des Heeres, Drei-Sterne-General Alfons Mais (61), ist stinksauer über die neue Struktur.

Mais hatte ursprünglich verlangt, dass das Heer auch die Zuständigkeit für Logistik und Sanität bekommt. Als das abgelehnt wurde, setzte er mit Schützenhilfe von Generalinspekteur Carsten Breuer (59) durch, wenigstens die Feldjäger und ABC-Kräfte unter seinen Befehl zu bekommen.

Doch dann schwenkte der Minister um. Als Trostpflaster bekommt das Heer nur den winzigen Bereich Heimatschutz unterstellt.

Der Heeres-Inspekteur erfuhr von seiner Entmachtung vor einer guten Woche. Er kam, so erzählen es Kameraden, mit übelster Laune aus einer Video-Konferenz, schimpfte vor seinen Leuten über einen verdammt schlechten Tag für das Heer.

Pistorius gab den Zoff offen zu. Süffisant stellt der Minister sein Machtwort gegen das Heer als Fürsorge vor Überlastung da: „Das Heer ist extrem belastet mit Aufgaben.“ Da sei es das „völlig falsche Signal“ den Landstreitkräften jetzt auch noch die Verantwortung für Feldjäger und ABC-Kräfte überzustülpen. Damit spielte Pistorius auf die Mais-Aussage an, das Heer stünde blank da.

Der Heeres-Inspekteur ist so wütend, dass er zur Präsentation der neuen Bundeswehrstruktur nicht selbst erschien, sondern nur einen Vertreter schickte.

[–>Pistorius verschont die Generäle

Der Minister gibt der Bundeswehr jetzt ein halbes Jahr Zeit für den Umbau. Eigentlich wollte Pistorius auch eine schlankere Führungsstruktur. Allerdings traute er sich nicht daran, die Riesenzahl an Generälen anzutasten.

Zwar erklärte Pistorius, Strukturen schlanker machen zu wollen und Verantwortung zu bündeln. Doch ein Abbau von Generalsposten sei nicht das Ziel, eierte Pistorius rum.

Nach BILD-Informationen hatte Pistorius in einer Runde zur Strukturreform selbst nachgefragt, wie viele Generalsposten denn nun wegfallen würden. Als die Antwort null war, soll der Minister ungläubig reagiert haben. Daraufhin versicherte man ihm, noch mal zu prüfen. Bislang aber offenbar ohne Ergebnis.

Das Ministerium war am Donnerstag nicht in der Lage, innerhalb von 24 Stunden herauszufinden, wie viele Generäle derzeit im Dienst der Bundeswehr stehen.

Sicher ist: Die Zahl ist beeindruckend hoch. Im Jahr 2020 gab es 174 Generäle (Heer und Luftwaffe) und 28 Admiräle (Marine) für eine 180 000-Mann-Truppe. Zum Vergleich: 1992 dienten knapp 470 000 Soldaten, die von 193 Generälen geführt wurden.

Im Klartext: Die Bundeswehr hat bei normalen Soldaten, Panzern, Kampfjets und Schiffen kräftig gespart, aber nicht bei den Chefs.

Kritik kommt von CDU-Verteidigungsexperte Ingo Gädechens (63): „Wir haben zu viele Häuptlinge in der Truppe und zu wenige Indianer. An dieses Problem traut sich der Minister nicht heran. Einmal mehr bleibt Pistorius weit hinter dem zurück, was notwendig wäre.“

Die Bundeswehr in Zahlen – Infografik

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