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Laut einer neuen Umfrage sind über 6 Millionen Deutsche (ab 18 Jahren) antisemitisch eingestellt. Bedeutet: Jeder 12. Erwachsene ist judenfeindlich.
► Zu dieser erschütternden Zahl kommt die Ermittlung „Global 100“ der US-amerikanischen „Anti-Defamation League“ (ADL, deutsch: Anti-Diffamierungs-Liga).
► Die Umfrage ergab zudem, dass 46 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung – schätzungsweise 2,2 Milliarden Menschen – tief verwurzelten Judenhass empfinden.
Brisant: Dies ist mehr als doppelt so viel wie bei der ersten weltweiten Umfrage der Liga vor einem Jahrzehnt und der höchste Wert, seit ADL diese Trends weltweit verfolgt.
Unter 18 untersuchten Ländern in Westeuropa belegt Deutschland den 5. Platz mit den niedrigsten antisemitischen Einstellungen. Weltweit belegt Deutschland in dieser Hinsicht den 7. Platz.
Anstieg seit 7. Oktober
Fakt ist: In Deutschland im Besonderen und in Westeuropa im Allgemeinen ist seit dem 7. Oktober und den Terror-Überfällen der Hamas ein deutlicher Anstieg antisemitischer Vorfälle zu verzeichnen.
Dies zeige laut den Umfrage-Machern, „dass eine kleine, ermutigte Minderheit selbst in Ländern mit relativ geringer antisemitischer Haltung eine erhebliche Bedrohung für jüdische Gemeinden und Einzelpersonen darstellen kann.“
► Den größten Judenhass gibt es laut der Umfrage im Westjordanland und Gaza (97 Prozent), Kuwait (97 Prozent) und Indonesien (96 Prozent), während die Länder mit dem niedrigsten Judenhass Schweden (5 Prozent), Norwegen, Kanada und die Niederlande (alle 8 Prozent) sind.
Eine Woche nach den Terror-Massakern vom 7. Oktober demonstrieren Israel-Hasser in Berlin
20 Prozent haben noch nie vom Holocaust gehört
Unvorstellbar, aber: Die Umfrage ergab zudem, dass 20 Prozent der Befragten weltweit noch nie etwas über den Holocaust gehört haben.
► Weniger als die Hälfte (48 Prozent) erkennt die historische Genauigkeit des Holocaust an, bei den 18- bis 34-Jährigen sinkt dieser Wert auf 39 Prozent, was einen besorgniserregenden demografischen Trend verdeutlicht.
► Auch bei Befragten unter 35 Jahren ist der Anteil jener, die Judenhass empfinden (50 Prozent), 13 Prozentpunkte höher als bei Befragten über 50. Zwar glauben die meisten Deutschen (86 Prozent), dass der Holocaust stattgefunden hat und angemessen beschrieben wird – doch 30 Prozent finden, dass Juden zu viel darüber reden würden.
Marokkaner verbrennen in der Hauptstadt Rabat eine Israel-Flagge und feiern die Judenhasser der Hamas und Hisbollah
„Globaler Notfall“
„Antisemitismus ist nichts weniger als ein globaler Notfall, insbesondere in einer Welt nach dem 7. Oktober. Wir sehen diese Trends vom Nahen Osten bis nach Asien, von Europa bis nach Nord- und Südamerika“, erklärte ADL-Chef Jonathan A. Greenblatt (54).
Und weiter: „Unsere Ergebnisse sind zutiefst alarmierend. Es ist klar, dass wir neue staatliche Interventionen, mehr Bildung, zusätzliche Schutzmaßnahmen in sozialen Medien und neue Sicherheitsprotokolle benötigen, um antisemitische Hassverbrechen zu verhindern.“ Dieser Kampf erfordere „einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz – einschließlich Regierungen.“
„Global 100“ ist die weltweit umfassendste Studie über Antisemitismus. Für die jüngste Umfrage wurden über 58.000 Erwachsene aus 103 Ländern und Territorien befragt – das entspricht 94 Prozent der erwachsenen Weltbevölkerung.
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Apsny News


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