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Hat Wladimir Putin (71) den Westen unfreiwillig vereint, während er ihn mit seinem Krieg in der Ukraine eigentlich spalten wollte?
Seit zweieinhalb Jahren ist Amy Gutmann (74) Botschafterin der Vereinigten Staaten in Deutschland. Kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit gab sie ausgewählten Journalisten ein Abschiedsinterview mit eindeutigen Botschaften und brisante Mahnungen. BILD war dabei und fasst die wichtigsten Aussagen zusammen.
▶︎ Gutmann betonte, wie sehr Russlands Krieg gegen die Ukraine ihre Arbeit als Botschafterin geprägt habe.
Putin hat die Nato gestärkt
„Eine Woche nach meinem Amtsantritt hat Putin die Ukraine erneut überfallen. Von da an war es absolut kritisch, dass wir solidarisch zusammenstehen. Und genau das haben wir getan.“
Gutmann erklärt: „Wir haben hart daran gearbeitet, dass Deutschland und die Vereinigten Staaten die beiden Hauptunterstützer der Ukraine werden. Das macht mich stolz.“ Auch dass Deutschland erstmals seine Nato-Zusagen (zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes) erfülle, sei ein großer Schritt nach vorn.
Putin strebt kriegerisch nach Westen, doch die zivilisierte Welt hält dagegen
Gutmann schlussfolgert: „Genau das Gegenteil der Schwächung der Nato ist eingetreten. Putin hat sie gestärkt.“ Die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit in Richtung Ukraine und die Geschlossenheit der Nato seien „ein Beweis, dass Putin sich verrechnet hat“.
Die Forderung der scheidenden Botschafterin: „Wir glauben aus vielen Gründen, dass es essenziell ist, dass Putin nicht gewinnt. Nicht zuletzt, weil China genau hinsieht, was passiert.“
Israel hat das Recht, sich zu verteidigen
Auch beim Thema Israel gingen Deutschland und die USA nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 Hand in Hand voran. Gutmann betont, beide Staaten ständen „unerschütterlich zum israelischen Recht, sich zu verteidigen“.
Gleichzeitig bestünden Berlin und Washington, „felsenfest darauf, dass Israel Zivilisten schützt, darunter humanitäre Helfer und zivile Gegenden, in denen Menschen Tag und Nacht arbeiten, um Palästinensern Hilfslieferungen zukommen zu lassen“.
Eine Zwei-Staaten-Lösung sei der einzige Lösungsansatz für den Konflikt.
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